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Energiegeladene Musik in der Konzertmuschel

Meilentaucher rocken im Kurpark

BAD PYRMONT. Ein wenig erinnerten der Sound der Band und die Stimme des Sängers an die ostdeutsche Rockband Puhdys: Die Meilentaucher mit Hendrik Schuhmacher spielten im Kurpark in mitreißendes Konzert.

veröffentlicht am 19.09.2021 um 16:44 Uhr

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Reporter

BAD PYRMONT. Angekündigt war das Konzert der Gruppe Meilentaucher für die Konzertmuschel an der Wandelhalle. „Wir haben auch erst einmal eine Runde gedreht, bevor wir den Ort im Kurpark ausmachten,“ schmunzelt Hendrik Schumacher beim Stimmen seiner Gitarre. Das habe aber auch daran gelegen, dass sie das erste Mal in Bad Pyrmont auftreten würden. „Da ist so eine Konzertmuschel mitten in einem Park auch für uns schon etwas Besonderes.“

Das Muschelerlebnis muss für den Leadsänger der Gruppe denn doch eindrucksvoll gewesen sein, denn vor Publikum spricht Schuhmacher zur Belustigung der Besucher von einer Strandmuschel mit toller Akustik.

Ohne großes Showprogramm reißt der Sound der Gruppe das Publikum, das überwiegend mittleren Alters ist, mit. Im Rhythmus des Schlagzeugers (Julian Marx) und der Bassgitarre (Jannis Klettke) klatschende Hände feuern die Gruppe an, während außerhalb der Abgrenzung ein Paar nahezu jeden Song tanzend begleitet.

„Ich kenne die Gruppe nicht und habe mich im Internet schlau gemacht,“ sagt eine Besucherin, „die Musik und die Texte der Lieder haben mir gefallen, deshalb bin ich heute Abend hier.“

Ein wenig erinnern der Sound und die Stimme Schumachers an die ostdeutsche Rockband Puhdys. Der Funke springt schnell über, lässt Beine wippen und schon nach wenigen Aufforderungen mitklatschen. Nahezu jeder Song wird vom Publikum mitgeklatscht und alsbald sind Begeisterungsrufe hörbar.

Wie die Besucherin bereits bemerkte: Es sind insbesondere die Texte, die einen lauschen lassen.

Dies gelingt auch sehr gut, da Hendrik Schuhmacher diese mit einer klaren Stimme deutlich und verständlich werden lässt. Dabei geht es vorrangig um Beziehungen, eingefangen zum Beispiel mit der Aufforderung: „Hörst du mich“ oder dem Bekenntnis: „Ich vermisse dich“.

In ihrem Startsong „Zeitlos“, wie auch eines ihrer Alben heißt, legen die Meilentaucher zu Anfang einen technisch eingespielten „Pink“, der nach endloser Reise aus dem Weltall auf der Erde anzukommen scheint. Gleich zu Beginn kommt es dem Sänger darauf an, dass sich sein Publikum in irgendeiner Form beteiligt, also nicht nur phlegmatisch die Stühle besetzt, sondern den Rhythmus aufnehmend klatscht oder auch mitsingt.

Diese Taktik hält die Gruppe bis zum Ende durch, wobei das Publikum sich zu steigern versteht und die letzten Songs stehend und mitklatschend anfeuert.

Insbesondere mit dem Coversong „Lila Wolken“ bringen die Meilentaucher die Anwesenden in Bewegung und ins chormäßige Einstimmen. So ist den Meilentauchern ihre Ankündigung gelungen, mit Energie und Leidenschaft ihr Publikum in ihren Bann zu ziehen.



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