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Wie Tourismus-Manager Stahlhut die Attraktivität der Kurstadt für Gäste noch steigern will

Mehrwert per Karte kommt an

Bad Pyrmont. Auch außerhalb der Sommersaison mehr Gäste locken, indem man ihnen mehr bietet – diese Maxime verfolgt Bad Pyrmonts Tourismus-Manager Karsten Stahlhut seit einem guten Jahr mit seinem Club-Card-Konzept. Die Karten im EC-Format gibt’s in zwei Versionen: Wer von seinem Vermieter die Premium-Version umsonst bekommt, erhält an bestimmten Tagen freien Eintritt zum Beispiel in der Hufelandtherme. Wer sich die Platin-Karte 5 Euro täglich kosten lässt, kann seinen geldwerten Vorteil noch deutlich steigern, sofern er die Karte einsetzt.

veröffentlicht am 02.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 21:41 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Ob und inwieweit die Karten Bad Pyrmont attraktiver machen, kann Stahlhut wegen der relativ kurzen Laufzeit und einer zwischenzeitlich veränderten Verrechnung zwar noch nicht in ganz konkreten Zahlen aufschlüsseln. Aber ein Blick in die Statistik der Gäste- und Übernachtungszahlen scheint das Konzept zu bestätigen. Der BPT-Chef schätzt, dass mittlerweile 15 000 Gäste in den Genuss einer Karte kamen.

Obwohl in jüngerer Zeit gleich mehrere Hotelschließungen zu verkraften waren und damit die Zahl der Betten zeitweise um über 200 sank, kann Bad Pyrmonts Tourismus-Gesellschaft (BPT) seit Einführung des neuen Angebots leicht steigende Gäste- und Übernachtungszahlen verzeichnen. „Trotz der Schließungen standen wir unbereinigt zum 30. Mai immer noch 3,24 Prozent über dem Vorjahr. Damit liegt die Kurstadt über dem niedersächsischen Durchschnitt. Zum Vergleich: Im ganzen Land legte die Zahl um 2,2 Prozent zu.

Nach Bereinigung der Betriebsschließungen verbucht Bad Pyrmont bei den Privatübernachtungen sogar ein Plus von 6,2 Prozent; die Zahl der Anreisen stieg um 5,8 Prozent. Davon profitierten allerdings vorwiegend Pensionen, reine Frühstückshotels und Gasthöfe, wie Stahlhut jetzt beim Treffen des Pyrmonter Marketing-Arbeitskreises berichtete. Hotels und Ferienhäuser mussten hingegen Einbußen hinnehmen. „Hier forschen wir noch nach den Ursachen“, sagt der BPT-Chef.

Erfreulich indes: Insgesamt blieben die Gäste ein wenig länger. Die über Jahre hinweg stetig verkürzte Aufenthaltsdauer ist zwischen Juli und Dezember 2013 immerhin ganz leicht um 0,2 Prozent gestiegen.

Die Nutzung der Club-Cards dürfte sich künftig noch deutlich steigern, denn seit Anfang dieses Jahres geben die Vermieter sie an all ihre kurtaxpflichtigen Gäste aus. Eine Leistung, die zuvor freiwillig war.

Langfristig überlegt Stahlhut – bestärkt durch Gespräche mit Vermietern – allerdings, die zwei Karten-Versionen zu einer zu verschmelzen. Die bekämen die Touristen dann zwar nicht mehr gratis. Aber sie könnte die Möglichkeit bieten, die derzeitige Beschränkung mancher Angebote auf bestimmte Tage und Zeiten aufzuheben. „Wir warten jetzt noch ein Jahr, um die Akzeptanz bei den Vermietern zu erhöhen und ein aussagekräftiges Ergebnis zu haben, auf dessen Basis wir an die Feinjustierung gehen können“, sagt Stahlhut und peilt die Optimierung zur Saison 2016 an.

Außerdem würde er sich wünschen, dass die Vermieter die Karten noch ein wenig offensiver vermarkten. „Wenn der Flyer im Zimmer zwischen irgendwelchen anderen Prospekten liegt“, falle er nicht so auf. Deshalb baut Stahlhut darauf, dass künftig noch mehr Vermieter als bisher ihre Gäste auf die Vorteile der Karte hinweisen. „Die Kommunikation der Freizeitmöglichkeiten an den Gast könnte noch verbessert werden.“ Das hätten auch Gästebefragungen ergeben.

Seit Einführung der Club-Cards haben etwa 15 000 Gäste solche Service-Karten bekommen oder erworben, schätzt Bad Pyrmonts Tourismus-Chef Karsten Stahlhut. Seither konnten auch die privaten Übernachtungszahlen gesteigert werden. uk



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