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Unternehmensberater schlägt Projektsteuerer vor und die Bürgermeisterin denkt darüber nach

Mehr Schub für Pyrmonts Großprojekte?

Bad Pyrmont. Weltkulturerbe, Landesgartenschau, Neubau des Gymnasiums, digitales Dokumentenmanagementsystem – Großprojekte gibt es für die Pyrmonter Stadtverwaltung genügend, die zusätzlich zur Routinearbeit geleistet werden. Möglicherweise wird Bürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD) dem Rat nach der Sommerpause vorschlagen, eine Stabstelle für einen Projektsteuerer innerhalb der Stadtverwaltung zu schaffen, der den Verwaltungsvorstand bei der Betreuung solcher und ähnlicher Vorhaben unterstützt.

veröffentlicht am 02.07.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

von hans-ulrich kilian
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„Der Vorschlag hat für mich einen gewaltigen Charme“, sagte Roeder jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Vorschlag stammt von Dr. Stefan Eisner von der NSI Consult aus Braunschweig, der in den letzten Monaten die Organisationsstruktur und die Arbeitsweise der Stadtverwaltung untersucht hat. „Die zentrale Frage dabei ist, wie viel so eine Stelle bringt“, so Roeder.

Zumindest könnte sich das Tempo erhöhen lassen. Das Thema Weltkulturerbe ist zwar auf dem Weg, von der gemeinsamen Landesgartenschau in Bad Pyrmont und Lügde hat man aber lange nichts gehört. Einen Wirtschaftsförderer – eine Forderung aus den Reihen der CDU – hat der Unternehmensberater laut Roeder übrigens nicht vorgeschlagen. „Diese Aufgabe sei zu speziell und werde vom Wirtschaftsförderer des Kreises für uns erledigt.“

Bei ihren Überlegungen und in der Argumentation gegenüber dem Rat dürfte die Bürgermeisterin auch die Erkenntnis der NSI in die Waagschale werfen, dass der Stadtverwaltung – gemessen an ihren Aufgaben – eine ganze Vollzeitstelle fehlt. „Entweder wir senken den Standard oder wir trennen uns von Aufgaben“, hatte sie daraus schon früher geschlossen und beides für sich eher ausgeschlossen. Dabei beruft sich Roeder darauf, dass Eisner der Pyrmonter Stadtverwaltung auch in seinem Abschlussbericht ein exzellentes Zeugnis ausgestellte habe, was die Erledigung der Aufgaben angehe. „Das heißt nicht, dass wir keine Fehler machen“, so Roeder. Das habe aber nichts mit dem schlechten Ansehen zu tun, dass die Verwaltung in der Öffentlichkeit habe. Dafür trage auch der Rat eine Mitverantwortung. „Der Rat, so hat Dr. Eisner geraten, sollte sich zwingend darum kümmern, dem entgegen zu wirken“, so die Bürgermeisterin. Belastend sei auch die „Antragsflut“ der Politik, zumal viele Themen ohnehin durch das normale Verwaltungshandeln abgedeckt seien.

Ein Lob für den Rat habe es aber auch gegeben, berichtete sie. Die ISF habe der Politik einen sparsamen und kontrollierten Umgang mit den ohnehin knappen Haushaltsmitteln bescheinigt. „Allerdings dürfe der nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden“, zitiert sie Eisner.



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