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Mehr Personal für die Grünpflege?

Wöltje (CDU) sieht Bauhof an der „Grenze der Belastbarkeit“ / Roeder: „Das wissen wir“

veröffentlicht am 09.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Bad Pyrmont. Eigentlich war es Wasser auf die Mühlen der Bürgermeisterin, die der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dirk Wöltje in der jüngsten Ratssitzung schüttete. „Der städtische Bauhof arbeitet an der Grenze der Belastbarkeit. Wir müssen sparen, aber was die Grünpflege in Bad Pyrmont angeht, müssen wir auch eine Lösung finden“, stellte er fest. „Wir wissen das und haben schon öfter darauf hingewiesen, dass die Stadt mit Personal sehr eng aufgestellt ist“, reagierte Bürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD). Der Bauhof sei nur ein Beispiel dafür, dass die Belegschaft am Limit arbeite.

Auslöser für die Erklärung Wöltjes war die Tatsache, dass sich von den elf in der Grünpflege eingesetzten Mitarbeitern des Bauhofes zwei in die Altersteilzeit verabschiedet haben. „Das bedeutet eine 25-prozentige Unterbesetzung“, so der CDU-Vorsitzende und fügte hinzu: „Das kann nicht akzeptiert werden.“ Wöltje sprach davon, dass die Stadt „überkrautet sei“ und dass Rückschnitte bereits unerblieben seien. „Das ist einer Kurstadt nicht würdig.“ Die Verantwortung dafür schob er aber ausdrücklich nicht dem Bauhof zu, sondern sieht sie in der Personalausstattung.

Erst in diesem Frühjahr war die Stadt bei der Herrichtung der Grünanlagen kräftig ins Hintertreffen geraten. Offenbar mit Blick auf die angespannte Finanzlage der Stadt und den Beschluss der Politik, mit dem vorhandenen Personal auskommen zu müssen, hatte das zuständige Fachgebiet es versäumt, zusätzliche Saisonkräfte einzustellen. Roeder griff ein und stockte auf. Für den damaligen Fraktionsvorsitzenden Udo Nacke war nicht zuletzt der Zustand der Ortseinfahrten Anlass, von der Verwaltung ein Grünpflegekonzept zu fordern.

„Vor drei Jahren haben wir die Zahl der Saisonkräfte von vier auf fünf erhöht“, erläuterte Stadtsprecher Wolfgang Siefert auf Nachfrage dieser Zeitung. Schon seit 2003 ist die Stadt auch für die Pflege von Staatsbad-Grundstücken wie Hauptallee und Bergkurpark zuständig, um das landeseigene Unternehmen zu entlasten. Außerdem hat sich die Stadt pflegeintensive Anlagen geleistet. Zur Weltausstellung Expo 2000 beispielsweise wurde der Wasserlauf auf der Unteren Hauptallee geschaffen. „Jeden Freitag sind dort zwei bis drei Bauhofmitarbeiter im Einsatz, um die Anlage für das Wochenende schön zu machen“, so Siefert. „Und zwar das ganze Jahr über.“

In der Ratssitzung wollte Wöltje wissen, ob die Stadt im kommenden Jahr mehr Saisonkräfte oder Leiharbeiter einstellen werde. Es müsse sichergestellt werden, dass der Bauhof seine Arbeit leisten könne. Falls nicht, dann werde die CDU einen Antrag zu den laufenden Haushaltsberatungen stellen. Schließlich werde die Grünpflege vor dem Hintergrund der Weltkulturerbebewerbung weite in Bad Pyrmont weiter an Priorität gewinnen.

Bürgermeisterin Roeder sagte zu, „sehr gerne“ der Bitte der CDU nachzukommen, im nächsten Verwaltungsausschuss über das Thema zu reden. „Das ist nichts Schlimmes.“ Sie erinnerte aber auch daran, „dass wir alle eine Widerbesetzungssperre für alle Stellen beschlossen haben“. Allerdings war der Bauhof davon offenbar nicht betroffen. „Wir beschäftigen heute nicht mehr Mitarbeiter als früher, aber auch nicht weniger“, bestätigte Siefert. 28 Mitarbeiter seien aktuell für den Bauhof im Einsatz. Bezahlt werden müssten aber auch noch die zwei Altersteilzeiter.



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