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Laternen sollen immer brennen

Mehr Licht soll Lügde sicherer machen

LÜGDE. Es bleibt hell in Lügde. Zumindest in den Nächten am Wochenende. Während bislang die Straßenbeleuchtung von 1 bis 5 Uhr 30 abgeschaltet wurde, will der Ausschuss für Ordnung, Umwelt und Forsten freitags und samstags durchgängig Licht in der gesamten Stadt.

veröffentlicht am 22.06.2017 um 15:37 Uhr
aktualisiert am 22.06.2017 um 16:40 Uhr

Während bislang die Straßenbeleuchtung von 1 bis 5.30 Uhr abgeschaltet wurde, will der Ausschuss für Ordnung, Umwelt und Forsten freitags und samstags durchgängig Licht in der gesamten Stadt. Foto:yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Dafür zeigte er sich auch bereit, den Haushalt mit zusätzlichen Stromkosten von 4600 Euro im Jahr zu belasten. Denn Licht biete Sicherheit, wie Birgit Platte und Jörg Brinn von der CDU oder Jörg Eickmann (SPD) betonten. Dass zuvor der Leiter der Wache Blomberg, Harald Reineking, und der Lügder Bezirksbeamte Reinhold Hartmann darauf hingewiesen hatten, dass es in Lügde kein Kriminalitätsproblem gebe, störte die Sicherheitsbedenken der Mitglieder nicht. „Es schadet auch auf alle Fälle nicht, das Licht brennen zu lassen“, unterstrich Eickmann.

„Grundsätzlich ist alles in Ordnung“, betonte Reineking, als er die Kriminalstatistik vorstellte, die einen deutlichen Zuwachs an Körperverletzung auswies. Mit 17 Fällen an schwerer Körperverletzung war das ein Anstieg von 240 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Ich warne allerdings davor, die falschen Schlussfolgerungen zu ziehen“, betonte Hartmann. Es zeige sich kein allgemeiner Trend. „Wir hatten hier einen Rädelsführer, dem es gelang, ständig Streit zu stiften und die Stimmung zum Kochen zu bringen. Der ist aber wieder weggezogen, und seitdem ist wieder weitgehend Ruhe eingekehrt.“

Auch die 25 Wohnungseinbrüche der vergangenen zwei Jahre können nach Angaben der Experten nicht als Barometer dienen. „Da war hier eine Gruppe in der gesamten Region unterwegs. Seit die aus dem Verkehr gezogen wurde, hat sich das Ganze auch wieder beruhigt.“ Außerdem wies Hartmann darauf hin, dass Schlägereien fast ausschließlich nur bei Festen wie Osterdisco oder Schützenfest stattfänden. „Und da brennen die Straßenlaternen ohnehin die ganze Nacht durch“, erklärte Bürgermeister Heinz Reker, der auch darauf hinwies, dass in den viereinhalb Stunden der normalen Nachtabschaltung die Durchfahrtsstraßen auch nicht betroffen seien. „Ich will aber auch mein persönliches Sicherheitsgefühl, wenn ich nachts um 4 Uhr nach Hause gehe“, machte Jörg Brinn seinen Standpunkt klar.

„Grundsätzlich ist alles in Ordnung“, betont Harald Reineking, Leiter der Wache Blomberg, als er die Kriminalstatistik vorstellt. Foto: yt
  • „Grundsätzlich ist alles in Ordnung“, betont Harald Reineking, Leiter der Wache Blomberg, als er die Kriminalstatistik vorstellt. Foto: yt

Lediglich Hubert Klenner (FWG) gab zu bedenken, dass man einmal angetreten sei, nicht nur Geld, sondern auch Energie zu sparen. Er akzeptierte auch nicht die Rüge des Ausschussvorsitzenden Michael Mundhenk, dass das Naturschutz-Argument in diesem Ausschuss nicht zulässig sei. „Wir sind auch zuständig für Natur“, betonte Klenner und konnte auch Brinns Aussage nicht nachvollziehen, dass sich die Sicherheitsbedenken in den letzten Wochen verändert hätten.

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