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27 000 Euro aus der „Ludwig-und-Hanna-Klinge-Stiftung“ fließen in iPads, MacBook und Riesenbildschirme

Medientechnik fürs Klassenzimmer

BAD PYRMONT. Mit vielen Sinnen nicht nur genießen, sondern vor allem auch lernen – dafür steht die modernste Medientechnik im Humboldt-Gymnasium. Die Schüler können mit mittlerweile 16 iPads Unterrichtsstoff erarbeiten und werden an 5 interaktiven Tafeln mit Touch-Display unterrichtet. Möglich machte das die „Ludwig-und-Hanna-Klinge-Stiftung“, die bei der Volksbank von Reinhold Reker und Petra Kuhn ehrenamtlich betreut wird. „Im Jahr 2016 konnten wir für knapp 9000 Euro iPads und einen 3D-Drucker mit passender Software kaufen“, freute sich Petra Kuhn. Und in diesem Jahr flossen insgesamt gut 27 000 Euro in High-Tech für das Gymnasium. Dafür gab es weitere 6 iPads, ein MacBook und die 5 Riesenbildschirme, auf denen man auch schreiben kann.

veröffentlicht am 26.12.2017 um 16:47 Uhr
aktualisiert am 27.12.2017 um 12:17 Uhr

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Carlhermann Schmitt Reporter
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Die Schüler finden das zunächst einmal cool, an einer Tafel zu arbeiten, an der Kreide überflüssig ist und an der man einfach mit dem Finger schreiben kann. An der man einfach ein paar Tafelbilder zurückblättern kann, wenn etwas von vorher, oder gar aus einer der letzten Stunden noch mal betrachtet werden soll. Und von der man das Tafelbild einfach ins Netz stellen kann, sodass man im Unterricht mitdenken statt mitschreiben kann; an der man auch Fotos oder ganze Filme schauen kann, diese unterbrechen, zum Tafelbild zurückkehren und dann weiter betrachten kann. Geht alles. „Und das bedeutet, dass der Unterrichtsstoff auf vielen Kanälen dem Schüler vermittelt werden kann“, erklärt die Direktorin Dr. Barbara Conring den didaktischen Wert des Multimedia-Unterrichts, in dem keine Zeit mehr verloren wird für das Aufbauen von Overheadprojektoren, Beamern und Computern, die erst hochgefahren werden müssen. Der Lehrer kommt in den Raum und die Tafel steht prompt zur Verfügung. Der einzige Nachteil: Man kann nicht mehr mit den Fingernägeln darüber schaben, ein Geräusch, das für viele Generationen von Schülern eine bleibende Erinnerung an die Schule darstellt.

„Und auch die iPads dienen der Vertiefung des Unterrichtsmaterials“, erklärt Dr. Thomas Groh, der für die neuen Medien verantwortlich ist und ein Beispiel aus der Chemie nennt: „Ich habe 40 Fotos von einem Experiment und stelle den Schülern die Aufgabe, die 5 relevanten auszuwählen und das gezeigte zu erläutern.“ Dadurch werde das Verständnis für einen sonst üblicherweise nur sehr theoretisch erfassbaren Vorgang deutlich gefördert. Die Schüler haben zudem die Möglichkeit auf den Tablets im Internet zu recherchieren und ihre Ergebnisse direkt auf das digitale Tafelbild zu spiegeln.

Und für die Erarbeitung von technischem Verständnis ist der 3D-Drucker ideal. „Wir haben hier eine hochkarätige CAD-Software, für die Firmen sechsstellige Eurobeträge aufbringen müssen, um damit Bauteile zu konstruieren, die dann ausgedruckt werden können“, erklärt Informatik-Lehrer Ralf Krug. Und diese Software haben sich die Schüler selbst erschlossen und bauen schon Figuren aus Star Wars nach. „Insgesamt ist die moderne Technik an unserer Schule nicht einfach Selbstzweck“, fasst der stellvertretende Direktor Thomas Reker das Konzept zusammen, den Schülern auf unterschiedlichsten Wegen den Stoff zu erschließen. „Denn es gibt unterschiedliche Lerntypen“, erklärt Dr. Conring: „Nicht nur den klassischen Hören-Aufschreiben-Lernen-Typ, sondern beispielsweise auch den visuell geprägten. In jedem Fall erhöht sich die Lern- und Verständnis-Quote mit jedem neuen Kanal, durch den die Schüler erreicht werden.“

Und deshalb haben sie auch schon wieder neue Ideen, wenn die Klinge-Stiftung wieder Geld ausschütten wird. „Wir werden uns rechtzeitig zusammensetzen“, verspricht Reinhold Reker. „Denn wir bekommen ja nicht nur Geld aus dem Zinsertrag der Stiftung, was eher gering ausfallen dürfte. Manche nutzen ja auch die Möglichkeit, an die Stiftung zu spenden, damit wir das Geld gleich benutzen.“ Und es gäbe auch die Möglichkeit der Zustiftung, erklärt Reker eine dritte Art, die Schulen zu unterstützen. „Wer möchte, kann das Stiftungsgeld erhöhen, sodass auch davon nur die Erträge ausgeschüttet werden.“ In jedem Falle könne auch eine Spendenquittung dafür ausgestellt werden.

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