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Aufruf hatte großen Erfolg: Beim „Fürstentreff“ stapeln sich die Spenden für den Weltrekordversuch

Massenweise Klappkisten mit Sammeltassen

Bad Pyrmont (Hei). Edles altes Porzellan mit einem Muster aus echtem Gold, kobaltblauem Dekor oder schönen Blumenranken gehört nicht in die Spülmaschine. Will man es säubern, muss jedes Stück per Hand behandelt werden. Kein Problem bei Omas Kaffeeservice. Ganz anders sähe es da schon aus, würden sich 959 Sammeltassen samt Teller im Abwaschbecken stapelten.

veröffentlicht am 17.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 03:41 Uhr

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So viele nämlich sind es, wenn man alle bisher vom Verein Fürstentreff gesammelte Exemplare zusammenrechnet. Angestrebt wird bekanntlich die Zahl 999 – für eine imponierende Kaffeetafel beim nächsten Fürstentreff im Juli und für den Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde.

Nach einem vergeblichen Versuch 2008 mit 879 Sammeltassen soll nun ein neuer Anlauf gestartet werden. Und ein entsprechender Aufruf des Vereins in den Pyrmonter Nachrichten hatte durchschlagenden Erfolg: In der Historischen Putzkammer und in der PN-Redaktion, sogar bei der Dewezet in Hameln wurden schöne Teile aus vielen Orten der Umgebung abgeliefert.

Was sich derzeit in der Historischen Putzkammer in der Rathausstraße stapelt, sind massenweise Klappkisten mit Sammeltassen. Liane Mayr, Renate Bonse und Elsa Deutschendorf haben in stundenlanger Arbeit alle per Hand gespült, sorgfältig in Küchenpapier gepackt und in Plastik eingetütet. Schon vorher waren unter anderem 80 Stück aus Pyrmonts Partnerstadt Freienwalde gespendet worden, 60 Exemplare holte Wolfgang Bretz aus Süddeutschland, im Tausch gegen Mokkatassen, die der Verein bekommen hatte, aber nicht gebrauchen konnte. Und auch in Syke, wo der Goethe-Darsteller des Fürstentreffs, Dieter Becker, lebt, kam in mehreren Aktionen einiges zusammen.

Bekannte deutsche Namen wie Fürstenberg, Seltmann, Rosenthal, KPM oder Hutschenreuther sind in den Unterseiten der Sammeltassen eingraviert, aber auch Polen, China, Old English oder US-Zone ist dort zu lesen.

Der Verein ist jetzt zuversichtlich, es mit der Vielzahl der Gedecke ins Guinnessbuch der Rekorde zu schaffen. „Wir haben einen Sponsor gefunden, der nicht genannt werden will“, erzählt die Vorsitzende Heidi Bretz. „Er ist bereit, 400 englische Pfund (= 440 Euro) vorab zu zahlen.“ Dieser Betrag nämlich muss vorab für die eventuelle Aufnahme ins Buch der Rekorde gezahlt werden, damit die Aktion überhaupt auf den Weg gebracht werden kann.

Inzwischen hat der Verein eine Bewerbung in englischer Sprache an die Redaktion des Guinness-Buchs nach London geschickt und zum „Meeting of the princes“ eingeladen, wie der Historien-Event „Fürstentreff“ am 8. Juli übersetzt worden ist. Und alle Helfer hoffen, dass ein Gutachter aus England kommt, die 999 verschiedenen Sammeltassen persönlich in Augenschein nimmt und als würdig für das Guinness-Buch der Rekorde befindet. „Sollte jetzt irgendjemand noch irgendwo Sammeltassen stehen haben, so kann man uns die gerne noch zur Verfügung stellen“, betont Heidi Bretz. Dann nämlich könnte sie noch ein bisschen sortieren und zum Rekordversuch wirklich nur die schönen Exemplare präsentieren.

Renate Bonse (re.) und Elsa Deutschendorf (li.). verpacken die Sammeltassen in Körbe und stapeln sie in der Putzkammer des Fürstentreffs.

Foto: Hei



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