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Jörg Schade und die Duisburger Philharmoniker erzählen die Geschichte „Jack und die Bohnenranke“

Malen mit Tönen

Bad Pyrmont. Wenn am Beginn eines Märchenkonzerts 50 Musiker, der Dirigent und ein Erzähler auf der Bühne stehen, wer fehlt dann noch? „Der Techniker“, beantwortet ein Knirps aus der dritten Reihe die entsprechende Frage von Jörg Schade beim Familienkonzert „Jack und die Bohnenranke“. Na klar, ein Techniker wird im Konzerthaus immer gebraucht. Aber noch wichtiger ist natürlich der Komponist, denn er kann am besten erklären, wie er sein Werk aufgebaut hat.

veröffentlicht am 17.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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„Ich male mit Tönen“, erläutert Prof. Andreas Tarkmann den etwa 300 Zuhörern seine Komposition, in der er jeder Figur ein Instrument zugeordnet hat. Die Tuba ist eine gemütliche Kuh, das Kontrafagott und eine gewaltige Pauke simulieren den gefährlichen Riesen, die muntere Klarinette klingt nach einem pfiffigen kleinen Jungen, die Oboe imitiert ein gackerndes Huhn, und eine Trompete mit Dämpfer malt die Figur des Zaubermännchens.

Und eine Harfe ist eine Harfe, denn die spielt auch als Instrument eine Rolle in der Textfassung, die Jörg Schade nach einem englischen Märchen geschrieben hat. Erzählt wird die Geschichte des kleinen Jungen Jack, der im Tausch für seine Kuh fünf Zauberbohnen bekommt, aus denen eine riesige Ranke bis in das Reich des bösen Riesen wächst. Und den überlistet der pfiffige, mutige Junge immer wieder.

Der Autor und Schauspieler erzählt das Märchen ausdrucksvoll, mit wechselnder Stimme und steigender Spannung, immer in aufmerksamer Partnerschaft zu den einfühlsam und präzise agierenden Duisburger Philharmonikern unter Leitung von Francesco Saviagno. In besonders dramatischen Momenten wird Schades Stimme schon mal vom gewaltigen Orchesterklang übertönt, was aber den roten Handlungsfaden nicht beeinträchtigt.

Die Klangbilder, die der Komponist eingangs erläutert hat, sind auch im Gesamtwerk hörbar und gewinnen einen Wiedererkennungswert, dem auch die Kinder folgen können. Neben den wunderschönen, mal romantischen, mal heiteren oder dramatischen Melodien ist es die klare Struktur der Komposition, die das Werk auszeichnet. Eine Komposition für die ganze Familie, wenn auch wohl nicht für die ganz Kleinen gedacht. Der Beifall ist herzlich, und am Ende gibt es noch ein „Zauberbohnenlied“, bei dem alle kräftig mitsingen.



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