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Don Kosaken bringen Beiträge in russischer Sprache und sakrale Stücke – teilweise neu arrangiert

Mal gefühlvoll, mal stimmgewaltig

Bad Pyrmont. 16 Männer unterschiedlichen Alters gehören zum Männerchor „Don Kosaken“. Gemeinsam sangen sie im Bad Pyrmonter Kurtheater die alten Klassiker in russischer Sprache – setzen aber auch neue Akzente und kehrten die „russische Seele“ gelungen nach außen.

veröffentlicht am 11.12.2015 um 16:10 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Bad Pyrmont. „Eintönig hell klingt das Glöckchen“: Diese traditionelle, gefühlvolle Volksweise gehört zum Repertoire vieler russischer Chöre. Alles andere als eintönig aber agieren die Don Kosaken, die in der Vielfalt der Männerchöre aus der ehemaligen Sowjetunion immer noch eine besondere Stellung einnehmen.

1920 von dem Sänger und Leutnant eines Kosaken-Regiments, Serge Jaroff, in einem Internierungslager in Istanbul gegründet, ist dieses Ensemble so etwas wie die Mutter aller Kosakenchöre und begründete die weltweite Popularität dieser Sangeskunst. Bis zu seinem 83. Lebensjahr leitete der körperlich kleine, agile Serge Jaroff das Ensemble, hatte dann einige Nachfolger.

Bei seinem Pyrmonter Gastspiel im Kurtheater steht Vazar Jazkiw an der Spitze des Chores. Er hat die 16 Männer unterschiedlichen Alters gut im Griff, versteht es, das traditionelle Liedgut effektvoll zu vermitteln, aber auch (im kleinen Rahmen) neue Akzente zu setzen und einige Male sogar rhythmisch neue Wege zu beschreiten. So wird nicht nur die vielbesungene „russische Seele“ spürbar, manche Lieder klingen auch erstaunlich frisch. Ganz überraschend taucht der US-Hit „Jingle bell“ im Repertoire auf, und in deutscher Sprache rieselt leise der Schnee.

Doch das Hauptkontingent der Lieder machen natürlich die Beiträge in russischer Sprache aus, wie immer beginnend mit sakralen Stücken wie „Gott sei bei uns“ oder den „Glocken von Jerusalem“. Unter den Schöpfern dieser von Gläubigkeit getragenen Melodien ist als wohl bekanntester Komponist Serge Rachmaninow mit „O Herr, wir singen dir“ vertreten. Die folgenden Volkslieder wie „Die zwölf Räuber“, „Abendglocken“ oder das schon erwähnte „Glöckchen“ haben traditionellen Ursprung, einige sind von Jaroff neu arrangiert. Nahezu jeder der 16 Künstler wird auch irgendwann als Solist eingesetzt. Dann legt er kurz vor seinem Einsatz eine kleine Erholungspause ein, hält die Hände an den Gürtel der schwarzen Kosakenuniform und lässt aus voller Brust die höchsten oder tiefsten Töne erschallen, ist als Tenor dem Sopran ganz nahe oder gründelt mit seinem Bass im tiefsten Keller – ausdauernd, nahezu perfekt im Klang, und vor allem laut! Da beben die Wände des kleinen Kurtheaters, und so manche Zuhörer wünschen sich einen größeren Raum, wie aus den Gesprächen in der Pause deutlich wird. Nach begeistertem Beifall endet die Vorstellung mit der Zugabe „Ich bete an die Macht der Liebe“.



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