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Neue Ausstellung eröffnet im Museum / Mehr als 100 Zeichnungen im Schloss

M. Busch: Ein treffsicher Zeichner

Bad Pyrmont (Hei). Die Gleichheit der Namen ist kein Zufall: Im selben Jahr, in dem der berühmte Wilhelm Busch aus Wiedensahl starb, wurde dem Kunstprofessors Arnold Busch in Breslau ein Sohn geboren, den die Eltern Wilhelm Martin nannten.

veröffentlicht am 07.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 07:41 Uhr

Mit feinen oder markanten Strichen stellt Wilhelm M. Busch Mensc
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War es nur eine Verbeugung vor dem Meister – oder vielleicht doch so etwas wie ein kühner Traum von einer kommenden Karriere des Sprösslings? Wie auch immer: Dass Wilhelm M. Busch (1908-1987), der vor seiner Kunstausbildung zunächst praktisch als „Stubenmaler“ (Anstreicher) tätig war, ein sehr genauer, kreativer und vielseitiger Zeichner und Illustrator wurde, zeigt eine neue Wanderausstellung im Museum.

Werk umfasst 10 000 Blätter

Sie kann mit mehr als 100 Zeichnungen nur einen Ausschnitt seines Schaffens geben, das etwa 10 000 Blätter umfasst: Pressearbeiten, freie Zeichnungen, Illustrationen für Märchenbücher und literarische Klassiker ebenso wie für Fortsetzungsromane.

Die Bedeutung des Künstlers würdigte bei der Vernissage Prof. Dr. Bernd Küster vom Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Oldenburg, der seine Begegnung mit Busch eine „besondere Gunst des Schicksals“ nannte. Mit Kennerblick, aber auch mit der liebevollen Bewunderung eines Freundes brachte er den Besuchern den Künstler nahe, hob dessen bildnerische Fantasie hervor und die besondere Gabe, Gesichter aus der Erinnerung zu zeichnen, würdigte aber auch die große Bescheidenheit, mit der Busch bis zum Ende seines Schaffens ein Suchender und Lernender blieb.

Ein Gang durch die Ausstellung zeigt, wie treffsicher der Zeichner mit feinen oder markanten Strichen Menschen und Tiere darstellen konnte, wie er zum Beispiel die Haltung eines Greises in dem Märchen „Der alte Großvater“ einfing, wie er die von ihm so geliebten Zirkusclowns oder Typen aus dem „Milieu“ darstellte, wie er den Figuren aus Romanen von Anton Puschkin oder Emile Zola Leben einhauchte und aus der Fantasie des Lesers ein gezeichnetes Bild formte.

Museumsleiter Dr. Dieter Alfter habe mit wahrem Spürsinn den Künstler entdeckt und den Besuchern damit ein echtes Geschenk gemacht, betonte Bürgermeisterin Elke Christina Roeder, die auch die Unterstützung durch den Museumsverein als einen „unbezahlbaren Aktivposten“ herausstellte. Alfter hob hervor, dass die Illustration von jeher ein wichtiges Thema im Schloss-Museum gewesen sei, und Wilhelm M. Busch sich einreihe in die bisher schon gewürdigten Zeichner wie Horst Janson, Wächter oder die Busch-Schülerin Sabine Wilharm.



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