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Ausgelassene Stimmung bei Schützenparty – alle Generationen feiern mit

Löwensen steht Kopf

LÖWENSEN. Die Wolfgang-Petry-Hits krachten am Sonntagabend beim Löwenser Schützenfest von der Bühne und das halbe Dorf stand auf Bänken und Tischen. Im proppenvollen Festzelt drängten sich so viele Besucher zum bayerischen Abend, dass es kaum ein Durchkommen gab, und draußen stand eine weitere Menschenmenge, die sich aus dem Stickigen ins Frische geflüchtet hatte.

veröffentlicht am 10.06.2019 um 17:07 Uhr
aktualisiert am 11.06.2019 um 18:30 Uhr

Im vollen Festzelt feiern die Besucher auf Bänken und Tischen mit. Foto: ar
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Drinnen dröhnten die „Höhner“, wurde dem Schatzi ein Foto versprochen und in einem knallroten Gummiboot herumgefahren, die Superband „Klostergold“ gab alles, und Löwensen stand Kopf. Zünftige bayerische und vor allem Ballermann-Musik, die jeder mitsingen konnte, brachten die Gäste gleich auf Betriebstemperatur. Das ohnehin kultige Schützenfest zog viele Pyrmonter und Auswärtige an, sogar aus Elbrinxen kamen Besucher angereist trotz des dortigen gleichzeitigen Schützenfestes.

Das Festzelt auf dem Schützenplatz dampfte, wer nicht ins Schwitzen geriet, war eigentlich fehl am Platze. Und das lag nicht nur an den Haxn mit Kraut oder den Würschtln, das war einfach Stimmung pur. Die Megaparty übertraf sogar jene vor zwei Jahren, als Löwensen das bestbesuchte und stilvollste Schützenfest unter allen Pyrmonter Schützenvereinen ablieferte. Schon der Vortag war mit der Proklamation des Jugendkönigs und des Schützenkönigs plus einer hervorragenden Band, den „Moonlights“, ein Ereignis, hatte doch der neue König Stefan Stuckenberg eine sehr junge Königsgesellschaft an seine Seite geholt und mit allen Gästen bis spät in die Nacht ausgelassen gefeiert.

Ganz Löwensen musste sich am Sonntag erst einmal von den wummernden Bässen erholen. Doch das halbe Dorf rückte auch am Nachmittag an, um den großen Rundmarsch zu verfolgen und an dem Konzert der verschiedenen Blaskapellen teilzunehmen. Den ganzen Tag strömten die Besucher zum Schützenplatz, Parkplätze waren kaum noch zu ergattern, und zwischen Fischbude, Schießbude und Pizzastand standen schwatzende Einheimische und Gäste in lockerem Austausch. Exzellent hat der Verein die Kurve gekriegt, ein Schützenfest für die gesamte Bevölkerung interessant zu gestalten. Denn während der Samstag ein Publikum aus allen Generationen hatte, sprach der Sonntagabend vor allem junge Leute an. Das Durchschnittsalter im Festzelt könnte bei Ende Zwanzig gelegen haben, doch das Feiern, Klönen und Trinken ging durch alle Altersklassen. Der Wettergott sorgte für einen immensen Getränkeumsatz, was zwar die Stimmung hob, jedoch nie kippen ließ. Vor der Bühne tobte der Bär und alle reckten die Arme in die Höhe, Texte mitsingen – kein Problem. Das männliche, bei Hemden häufig rot-weiß-karierte, Publikum, gewandet in Hirschlederne, konkurrierte mit Dirndln aller Art und jeglicher Füllung. Da sah man rot-weiße wie aus dem Versandhaus, aber auch beispielsweise aufwendige Seidendirndln aus dem Salzburger Land. Dieser Abend bleibt in den Annalen des Schützenvereins sicherlich unvergesslich, bewies er doch, wie ein Traditionsverein mit viel Begeisterung und Engagement den Sprung in die Moderne schafft. Das zeigte auch das Katerfrühstück am Montagmorgen, als der Hagener Musikzug mit fetziger Blasmusik einheizte und wiederum Jung und Alt auf den Bänken stand und feierte.

Die Hutpolonaise, beim Katerfrühstück ist schon traditionell in Löwensen. Foto: ar


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