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Wildkamera blitzt seltenen Nachtjäger im Odenwald

Lief Luchs „M12“ von Bad Pyrmont 400 Kilometer weit?

ELZTAL / BAD PYRMONT. Im Mai 2018 sorgte der Nachweis eines Luchses im Pyrmonter Wald für Aufsehen. Dann verlor sich die Spur der Wildkatze. Jetzt könnte sie wieder aufgetaucht sein: im Odenwald in Baden-Württemberg, fast 400 Kilometer von der Kurstadt entfernt.

veröffentlicht am 11.01.2019 um 22:17 Uhr

Nicht auszuschließen, dass es sich bei diesem in eine Fotofalle im Odenwald getappten Luchs um „M 12“ handelt. Dieses Tier hatte der Harzer Luchsprojekt-Koordinator Ole Anders im Mai 2018 in Bad Pyrmont besendert. Foto: pr
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Wie das Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises am Freitag mitteilte, tappte vor knapp vier Wochen ein Luchs in eine Fotofalle in der Gemarkung Elztal. Sollte es sich bei diesem Tier tatsächlich um die ursprünglich aus dem Harzer Luchs-Projekt stammende und zunächst nach Bad Pyrmont abgewanderte Katze handeln, wäre das Experten zufolge ein Rekord. Denn die vorher längste dokumentierte Wegstrecke endete nach 280 Kilometern, wie Ole Anders erklärt, der das Harzer Luchsprojekt koordiniert.

Die Qualität der Infrarot-Aufnahme ist zwar mies. Aber die Wildtierbeauftragten aus der Mosbacher Kreisverwaltung identifizierten das geblitzte Individuum als Luchs. Die Forstliche Versuchsanstalt Freiburg bestätigte das nun.

Das auf dem Foto ebenfalls auszumachende Sende-Halsband und auch die wenigen zu erkennenden Teile der Fellzeichnung könnten dafür sprechen, dass es das Pyrmonter Tier ist. Denn das hatte Luchs-Experte Anders hier im Mai selbst besendert (wir berichteten). Der Rhein-Neckar-Zeitung gegenüber äußerte er sich jetzt aber eher vorsichtig. Sie zitiert ihn mit: „Vermutung ja, Gewissheit nein.“

Denn der GPS-Sender gab irgendwann den Geist auf. Immerhin weiß Ole Anders auf Basis der noch übertragenen Daten, dass das Tier namens „M 12“ nach seinem Stopp in Bad Pyrmont gen Süden strebte. Im Juni kreuzte es die A44. Dann lief es drei Monate an der A5 entlang, bevor es auch diese Barriere nahm. Wo sich das im Odenwald geblitzte Tier jetzt aufhält, ist indes unbekannt.



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