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Gospelkonzert zieht Besucher nach Holzhausen / Musikalischer Querschnitt von Tradition und Moderne

Lieder mit Power

BAD PYRMONT. Mit einem abwechslungsreichen Auftritt begeisterte der Gospelchor „Voice of Praise“ am Samstagnachmittag sein Publikum in der voll besetzten St. Johannes-Kirche in Holzhausen. Chorleiterin Hannelore von der Heide hatte ein Programm zusammengestellt, das in seinem Charakter der stimmlichen Disposition des Ensembles sehr gut entgegenkam. Denn durch die Abwesenheit einiger Mitglieder standen nur elf Sängerinnen und drei Sänger auf den Altarstufen, doch waren die Solopartien und eingestreuten Textpassagen so gut verteilt, dass der Chor seinen Vortrag problemlos bewältigen konnte.

veröffentlicht am 16.09.2018 um 15:02 Uhr

Der Gospelchor „Voice of Praise“ mit Chorleiterin Hannelore von der Heide und Michael Mattes am Klavier. foto: ar
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Unter dem Motto „Gospel ist klasse, Gospel hat Power“ war schon der Einzug des Chores passend, bei dem Hannelore von der Heide in Richtung Publikum sang und von dort aus Richtung Eingang die Sängerinnen und Sänger zum Altar wandelten. Da hörte man afrikanische Rhythmen, die von Kantor Michael Mattes einfühlsam auf der Trommel unterstützt wurden. Mattes hatte ebenfalls die Begleitung des Chores am Klavier inne und überzeugte zudem mit einem Solo, bei dem er den Gospelsong „Motherless Child“ getragen und andächtig sang sowie eine fulminante Klavierbegleitung dazu lieferte. „Wade in the Water“, ein Spiritual aus dem 19. Jahrhundert, verband Hannelore von der Heide mit dem Auszug der Israeliten aus Ägypten, bevor das ebenso klassische „Joshua fit the battle of Jericho“ ertönte, das Bezug auf die Eroberung der kanaanäischen Stadt Jericho nahm. Ein eigenwilliges Intro, gepaart mit einem ungewöhnlichen Arrangement, verwandelte das eigentlich oft gehörte Stück zu einem musikalischen Leckerbissen.

Interessante Songs wie „Lean on me – We all need somebody to lean on“ oder das populäre „I will follow him“ aus dem Film-Klassiker „Sister Act“ schlugen den Bogen in die Moderne und ließen das Publikum mitklatschen. Auch die Aufforderung an die Zuhörer, sich in einem Kanon stimmlich zu beteiligen, wurde gerne aufgenommen, und der gemeinsame Gesang füllte das kleine Kirchenschiff mit großem Volumen. Als schöne Solopartien kamen das 1985 für Bette Middler geschriebene „From a Distance“ herüber, ebenso das „Put your Arms around Me“, sodass auch der Wechsel zwischen Chor- und Solostimmen für Abwechslung sorgte. Insgesamt bot der Gospelchor „Voice of Praise“ einen ausgewogenen Querschnitt von Tradition und Moderne, engagiert und stimmsicher vorgetragen, sowie mit Hannelore von der Heide und Michael Mattes zwei führenden Protagonisten, unter deren Leitung Singen einfach Spaß macht.



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