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Das Bathildiskrankenhaus führt „Agaplesion“ jetzt auch ganz offiziell in seinem Namen

„Liebe den Nächsten“

Bad Pyrmont. Das Pyrmonter Bathildiskrankenhaus hat einen neuen „Familiennamen“. Bereits seit November 2012 ist der Gesundheitskonzern Agaplesion der neue Träger sowohl des Bathildiskrankenhauses als auch der evangelischen Altenhilfe Bethesda und Bethanien (wir berichteten). Seit Freitag sind der Name und das neue Logo im konzernüblichen Blau auf dem Schild vor dem Krankenhaus auch öffentlich sichtbar.

veröffentlicht am 16.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 11:21 Uhr

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War zuerst von einem Zusammenschluss des vorherigen Betreibers proDiako mit der ebenfalls gemeinnützigen Aktiengesellschaft Agaplesion die Rede, so ist die Übernahme jetzt eindeutig. „ProDiako ist nur noch ein rechtlicher Mantel“, erläutert Krankenhaus-Geschäftsführer Alfred Karl Walter. „Es wird als ruhender Teilhaber noch ein bis zwei Jahre bestehen bleiben und dann vollständig untergehen.“

Erste Effekte der Zugehörigkeit zum Großkonzern spürt die Unternehmensleitung bereits: „Zum Beispiel werden die neuen Schilder vom Mutterkonzern erstellt und von hauseigenen Mitarbeitern aufgestellt. Früher wäre eine externe Firma mit der Beschilderung beauftragt worden.“

Auch im Haus wird das neue blaue Logo innerhalb des nächsten Dreivierteljahres Einzug halten. Die Integration des Bathildiskrankenhauses und seiner Mitarbeiter in das Unternehmen Agaplesion hat ebenfalls begonnen. „Unsere Ärzte stehen bereits in Kontakt mit Medizinern der anderen Häuser“, berichtet Geschäftsführer Walter. „Durch den Austausch zwischen den Mitarbeitern verschiedener Standorte können gute Ideen schnell übernommen werden.“

Auch den übrigen Mitarbeitern des Krankenhauses solle die neue „Familienzugehörigkeit“ Vorteile bringen. „Agaplesion verfügt zum Beispiel über eine eigene Weiterbildungsakademie“, sagt der ärztliche Direktor Dr. Joachim Hertel. Auch biete der Großkonzern mit derzeit 29 Kliniken den Mitarbeitern Spielraum zur beruflichen Weiterentwicklung. „Wir haben Interesse daran, gute Leute im Unternehmen zu halten“, betont der kaufmännische Leiter Justus Thiede.

Personelle Veränderungen brauchen die 850 Pyrmonter Mitarbeiter laut Geschäftsführer Walter derzeit nicht zu befürchten. Betriebsbedingte Kündigungen schließt er aus – ebenso die innerbetriebliche Umsetzung von Personal und Stelleneinsparungen nach dem Ausscheiden von Mitarbeitern. „Unser Ziel vor Ort ist ganz klar der Aufbau von Stellen durch Erhöhung unseres Leistungsangebotes“, betont Walter.

Für ausreichend Nachwuchs an qualifizierten Mitarbeitern sorgt nicht nur die eigene Kranken- und Pflegeschule. In Kooperation mit der Fachhochschule Hameln bietet das Bathildiskrankenhaus seinen Mitarbeitern ein berufsbegleitendes Studium an.

Im Hinblick auf die nicht einheitliche Bezahlung der Mitarbeiter bei Agaplesion, die zuletzt auch von der Gewerkschaft verd.i scharf kritisiert wurde, sieht Geschäftsführer Walter Handlungsbedarf in der Politik. „Wir können unser Personal nur so gut bezahlen, wie uns die Krankenkassen unsere Kosten erstatten“, erklärt der Geschäftsführer. „Ziel einer gesetzlichen Krankenversicherung kann nicht sein, dass die Kostenträger Überschüsse erwirtschaften, während das Krankenhauspersonal schlecht bezahlt wird.“

Der christlich-evangelische Grundgedanke soll dem Pyrmonter Bathildiskrankenhaus auch unter seinem neuen Träger erhalten bleiben. „Liebe den Nächsten“ bedeutet das Kunstwort Agaplesion sinngemäß.fl



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