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IHK-Herbstumfrage im Gastgewerbe

Leichte Brise oder bewegte See?

Detmold. Die Geschäftslage im lippischen Gastgewerbe hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison leicht verschlechtert. „Weniger Übernachtungsgäste, Baustellen „vor der Tür“ sowie hohe Arbeits- und Energiekosten belasten die Unternehmen. Auch die Stimmung ist gedämpft“, berichtet Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe). Der IHK-Konjunkturklimaindikator liegt aktuell bei 100 Punkten und verringert sich damit um 2,8 Punkte. Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Saisonumfrage im Bereich des Gastgewerbes der IHK Lippe.

veröffentlicht am 16.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

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Für die gegenwärtige Geschäftslage verleihen drei von zehn Unternehmen die Note „gut“. An diesem Anteil hat sich gegenüber der Vorumfrage nichts geändert. Demgegenüber hat sich der Anteil derjenigen, die die aktuelle Situation als „schlecht“ einstufen, von 22 Prozent auf 27 Prozent erhöht. Als Gründe werden insbesondere sinkende Übernachtungszahlen, rückläufige Tagungen und Veranstaltungen sowie Straßensperrungen genannt. Aufgrund der schlechten Witterung sowie dem sinkenden Verzehr pro Gast vergeben die Gastronomen deutlich schlechtere Konjunkturnoten als die Hoteliers. Diese Situation spiegelt sich auch im Umsatz wider: Drei von zehn Antwortenden mussten ein Umsatzminus hinnehmen. Nur ein Fünftel konnte Umsatzsteigerungen realisieren. Hoteliers profitierten insbesondere von Urlaubsreisenden, die Gastronomie eher von Geschäftsreisenden. Für heimische Gäste meldet das Gastgewerbe insgesamt ein Minus.

Sowohl die Hotellerie als auch die Gastronomie blicken kritisch in die Zukunft. Ein Sechstel der Antwortenden hofft, dass sich in der bevorstehenden Wintersaison die Geschäftslage verbessern wird. Als Gründe werden erhöhte Hotelkapazitäten, intensives Marketing und der Wegfall der Baustellen genannt. Gute Chancen versprechen sich die Hoteliers und Gastronomen zudem durch innovative Ideen, Kreativität und Abgrenzung von Mitbewerbern, wie z. B. gehobene Gastronomie im à la carte-Geschäft. Ein Fünftel der antwortenden Unternehmen befürchtet, dass sich die konjunkturelle Entwicklung eintrüben wird. Sie leiden unter Kostendruck, den sie nicht auf die Preise überwälzen können. Für jedes zweite Unternehmen bilden die Arbeitskosten das größte Risiko. Einigen Unternehmen fehlt Personal, um Kapazitäten auszuweiten bzw. um Ausbildungsstellen zu besetzen. Andere beklagen eine zurückgehende Nachfrage, da unter anderem das Übernachtungsvolumen der ortsansässigen Firmenkunden rückläufig ist.

Die Preise werden im Gastgewerbe überwiegend stabil bleiben. Ein Fünftel der heimischen Betriebe plant jedoch Preissteigerungen aufgrund der relativ hohen Energie- und Lebensmittelkosten.

Insgesamt bleiben die Beschäftigungspläne des lippischen Gastgewerbes fast unverändert im Vergleich zur vergangenen Saison. Acht Prozent der Unternehmen haben die Absicht, neues Personal einzustellen. Die weit überwiegende Mehrheit hält die Belegschaft konstant.

Die Investitionsneigung in dieser Branche ist wieder gestiegen, am höchsten ist sie in der Hotellerie. Die Hälfte der antworteten Betriebe plant Investitionen auf dem Niveau des Vorjahres. Acht Prozent werden ihr Investitionsbudget sogar noch ausweiten. Die Motive bleiben unverändert: Es dominieren Modernisierung und Ersatzbeschaffung. Im Gastronomiebereich nehmen Investitionen für den Umweltschutz zu.



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