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Pendler klagen: Stadtbusse warten nicht auf verspätete S-Bahnen

Leer ins Stadtzentrum?

veröffentlicht am 15.09.2016 um 12:09 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 10:50 Uhr

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Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Seit einem Jahr fährt Thomas Römhild mit der S-Bahn wochentags von Hameln nach Bad Pyrmont zur Arbeit. Das ist eigentliche eine feine Sache, denn wenn er in Bad Pyrmont ankommt, dann wartet auf dem Bahnhofsvorplatz schon ein Bus der Stadtwerke Bad Pyrmont, mit dem er ohne größere Zeitverzögerung zu seinem Arbeitsplatz in der Innenstadt weiterfahren kann. Doch seit Anfang September ist der Wurm drin und Grund sind Bahnarbeiten zwischen Bad Pyrmont und Hannover.

Auf der Strecke der S-Bahnlinie 5 zwischen Ronnenberg und Bad Pyrmont werden im September und Oktober Gleise ausgetauscht und 19 Weichen erneuert. Das führt immer wieder zu Verspätungen der S-Bahn in Richtung Paderborn. Bei so einem großen Bauvolumen ließen sich Einschränkungen für die Reisenden leider nicht komplett vermeiden, heißt es bei der Bahn.

Doch nicht diese Einschränkungen bereiten Römhild und zahlreichen anderen Berufspendlern Sorgen. Es seien die Stadtbusse, so schildert es der Hamelner, die nicht auf die Passagiere der S-Bahn warten. Der Fahrplan der Busse ist so organisiert, dass er sich stets nach der Ankunft und Abfahrt der S-Bahnen richtet. Und hier spielen nun offenbar wenige Minuten eine Rolle, die zur Verärgerung der Passagiere führen.

Römhild nennt ein Beispiel: „Ich komme morgens mit der S-Bahn aus Hameln um 6.07 oder 6.08 Uhr in Bad Pyrmont an, zwei bis drei Minuten später als geplant. Doch der Stadtbus der Linie 62 fährt planmäßig um 6.05 Uhr ab – also auch, wenn er leer ist, denn um diese Zeit sind nur Pendler unterwegs.“ Für Römhild bedeutet das in diesem Fall, dass er bis 6.35 Uhr warten muss, um mit der Linie 62 ins Zentrum fahren zu können. „Ähnliches trifft auch auf andere Verbindungen zu und nicht nur Pendler, sondern auch Gäste haben dieses Problem“, berichtet er. Seiner Beobachtung nach könnten die Busfahrer sehen, wenn eine S-Bahn in den Bahnhof einfahre. Sie wüssten also, dass die Zugpassagiere noch nicht da sind. „Wenn ein Bus drei Minuten länger wartet, dann kann das doch keinem wehtun“, meint Römhild.

Bei den Stadtwerken Bad Pyrmont, die die insgesamt drei Stadtbuslinien betreiben, sieht man das offenbar genau so. Die Busfahrer seien angewiesen worden, bis zu fünf Minuten auf die S-Bahn zu warten, reagierte Stadtwerkechef Uwe Benkendorff am Donnerstag auf Anfrage der Pyrmonter Nachrichten. „Länger geht nicht, denn sonst bekommen wir Probleme, denn der Fahrplan der Linien ist eng getaktet und es könnte einen Rattenschwanz von Problemen geben.“ Wenn die S-Bahn noch später komme, dann müssten die Fahrgäste es in Kauf nehmen, einmal 20 Minuten zu warten. „Das halte ich aber für zumutbar, zumal es eine besondere Situation mit einem absehbaren Ende ist“, sagte er und verwies darauf, dass auch Autofahrer immer wieder mit Behinderungen zu tun bekämen.

Von der Bahn sei die Geschäftsleitung der Stadtwerke nicht über die Arbeiten und daraus resultierende mögliche Verspätungen der S-Bahnen informiert worden, begründet Benkendorff, warum das Unternehmen erst jetzt gut zwei Wochen später reagiere. „Sonst hätten wir uns von vornherein darauf eingestellt.“ Und die Beschwerden seien erst in den letzten Tagen aufgelaufen.

Jetzt wollen die Stadtwerke die Situation weiter beobachten. „Wenn es trotzdem nicht klappt, dann müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen“, versprach Benkendorff.



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