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Reguläre Sperrfrist endete am 1. Februar – Düngung nun wieder erlaubt

Landwirte brauchen festere Böden

HAMELN-PYRMONT. Am 1. Februar endete die in der Düngeverordnung genannte Sperrfrist zum Ausbringen von Stickstoff- und phosphathaltigen Düngemitteln in der Landwirtschaft. Tatsächlich Gebrauch machen von dieser Möglichkeit konnten Landwirte im Landkreis Hameln-Pyrmont Anfang des Monats allerdings nur in Ausnahmefällen. In den regenreichen letzten Wochen und Monaten ließen sich nur wenige Felder mit landwirtschaftlichen Maschinen befahren.

veröffentlicht am 08.02.2018 um 14:41 Uhr

Wegen des anhaltenden Regens können die landwirtschaftlichen Maschinen zur Düngeausbringung zurzeit noch nicht auf die Felder. Foto: Wil/PR

Autor:

Gabriele Müller

Die Landwirte hatten deshalb den Kälteeinbruch, der jetzt eingetreten ist, herbeigesehnt, damit sich der Boden endlich wieder verfestigt.

Unter Einhaltung von speziellen Bedingungen bietet es nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen auch Vorteile, „die Tragfähigkeit nachts gefrorener Böden ausnutzen, wenn die Flächen im Tagesverlauf aufgrund positiver Temperaturen in den Nachmittagsstunden oberflächig auftauen und die ausgebrachten Düngemittel vom Boden aufgenommen werden können“.

Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender des Landvolkes, bittet für diesen Fall schon jetzt alle Nichtlandwirte, Anwohner und Verkehrsteilnehmer um ihr Verständnis: „Wir Landwirte werden uns große Mühe geben, kurzfristige Behinderungen oder Verschmutzungen von Fahrbahnen, aber auch Geruchsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, wissen aber auch, dass diese in den meisten Fällen nicht gänzlich zu vermeiden sind.“

Meyer hofft darauf, dass Menschen, die sich besonders daran stören, den direkten Kontakt mit den Landwirten suchen. „Ich kenne keinen einzigen Berufskollegen, der seine Ohren verschließt, wenn jemand mit einem vertretbaren Anliegen auf einen zukommt“, erklärt der Landvolk-Vorsitzende und fügt hinzu: „Oftmals lässt sich im persönlichen Gespräch bereits etwas an den Umständen ändern.“

Dass Felder oder Gärten überhaupt gedüngt werden müssen, darauf verweist Meyer, sei gerade jetzt besonders wichtig, um den Böden notwendige Nährstoffe zuzuführen, die schließlich das Wachstum der Arten auf natürlichem Wege unterstützen. „Das Ziel der Düngung ist es, gute Ernteergebnisse zu erzielen und damit Supermärkten qualitativ gute Lebensmittel zu fairen Preisen aus der heimischen Region anbieten zu können.“

Wann es mit dem Düngen in diesem Jahr losgehen kann, steht und fällt mit den Niederschlägen der nächsten Zeit. Sollte es mit dem Regen bald so weitergehen wie im Dezember und Januar, befürchtet Landwirt Meyer, könne 2018 ein „echtes Krisenjahr“ werden.



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