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Der Bauausschuss hat keine Einwände – wenn auch die Eichenborner keine haben

Landwirt plant einen Stall für 1224 Ferkel

Bad Pyrmont (uk). Rinder gegen Schweine möchte der Landwirt André Frede austauschen. Dafür will er auf seinem Hof in Eichenborn drei Ställe zu einem Deckzentrum für 100 bis 120 Säue umbauen und zwischen Eichenborn und Neersen, gut 300 Meter südlich an der Kreisstraße 52, einen Ferkelstall für 1224 Tiere samt Güllebehälter errichten.

veröffentlicht am 07.10.2010 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 01:41 Uhr

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Der Bauausschuss hat dem Vorhaben jetzt zugestimmt – unter einer Voraussetzung: Der Ortsvorsteher hat keine Bedenken gegen die Pläne vorzutragen. Falls ja, dann bekommt der Ausschuss das Thema erneut auf den Tisch.

Was die Eichenborner und auch Ortsvorsteher Werner Mergel (CDU) von den Plänen halten, ist im Rathaus nämlich bislang noch nicht bekannt. Das soll jetzt nachgeholt werden. „Wofür haben wir Ortsvorsteher, wenn wir sie nicht an solchen Fragen beteiligen“, kritisierte Udo Nacke (CDU), der befürchtet, dass die Schweinehaltung wegen „erheblicher Geruchsbelästigungen“ nicht nur auf Zustimmung stoßen werde.

Und auch Hans-Herbert Webel (SPD) fand, dass die Eichenborner vorher hätten informiert werden müssen.

„Wie die Meinung im Dorf ist, kann ich noch gar nicht sagen, weil die Pläne noch zu wenig bekannt sind“, sagte Ortsvorsteher Mergel auf Anfrage. Er selber wisse seit vier Wochen von dem Antrag und habe keine Einwände. „Ich habe immer Vorhaben unterstützt, die den Betrieben guttun.“ Geruchsbelästigung befürchte er nicht, weil der Wind vom geplanten Ferkelstall aus meistens südöstlich an Eichenborn vorbeiziehe. Mergel sprach sich allerdings für eine Informationsveranstaltung aus, zu der der Bauherr einladen und die Stadt einen Vertreter des Bauamtes schicken sollte.

Nicht nur Mergel unterstützt den Plan von André Frede. Auch im Bauausschuss gibt es Befürworter. „Das ist ein normaler Betrieb, der Rinder gegen Schweine tauscht“, sagte Bürgermeisterin Elke Christina Roeder. „Ich kann es nur begrüßen, wenn sich ein Betrieb zukunftsfähig macht.“ Wilfried Seibel (Bürgersinn) wies darauf hin, dass alle baurechtlichen Vorgaben hinreichend bearbeitet worden seien. Kathrin Drinkuth (CDU) forderte: „Wenn ein Betrieb expandieren will, dann sollten wir ihm keine Steine in den Weg legen.“

Übrigens gibt es am östlichen Ortsrand von Eichenborn schon einen Ferkelstall, der gut doppelt so groß ist, wie der von Frede geplante.



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