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Teilnehmen können die Planer und Architekten sowie die Bauherren und Institutionen und Kommunen

Landschaftsverband lobt Preis für Baukultur aus

Kreis Lippe (red). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und die Stiftung Westfalen-Initiative haben einen neuen westfälischen Kulturpreis ins Leben gerufen: den „Westfälischen Preis für Baukultur“.

veröffentlicht am 20.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 03:41 Uhr

Dr. W. Kirsch
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„Die Gebäude, die heute entstehen, sind das Ergebnis von häufig konfliktreichen Abstimmungsprozessen zwischen den individuellen Interessen der Bauherren und dem Wohl der Allgemeinheit“, beschrieb Landschaftsverband-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch das Spannungsfeld aus Ästhetik, Ökonomie, Politik und weiteren Faktoren, das die Baukultur ausmache. Häufig entwickle sich daraus aber keine gute gestalterische Qualität. „Viel zu oft regieren Mittelmaß, Beliebigkeit und mangelnde Sensibilität für die Landschaft, die Siedlung oder die Stadt.“ Hieran etwas zu ändern, das bedürfe in erster Linie Kommunikation und Überzeugungsarbeit, so Dr. Kirsch weiter.

Diese Erkenntnis haben der Landschaftsverband und die Westfalen-Initiative zum Anlass genommen, gemeinsam den „Westfälischen Preis für Baukultur“ auszuloben. „Natürlich werden wir damit unsere Baukultur nicht grundsätzlich verändern. Wir sind aber davon überzeugt, mit dem neuen Preis die öffentliche Diskussion über das Bauen in unserer Gesellschaft anzuregen und so zu mehr Baukultur-Bewusstsein beizutragen“, fasste Dr. Kirsch die Zielrichtung des gemeinsamen Preises zusammen.

Mit dem Westfälischen Preis für Baukultur soll zukünftig alle zwei Jahre ein Projekt gewürdigt werden, das einen besonderen Beitrag zur Entwicklung der Baukultur in Westfalen-Lippe leistet. Das Suchraster ist dabei sehr offen gehalten: Eingereicht werden können alle Arten von Einzelgebäuden – Neubauten ebenso wie An- und Umbauten – aber auch großräumigere Projekte des Städtebaus oder der Dorfentwicklung.

Eine Besonderheit der Auszeichnung besteht darin, dass neben der architektonischen Qualität und der Einbindung in das Umfeld auch die Qualität der Planungs- und Umsetzungsverfahrens ein Kriterium für die Preisvergabe ist. „Die Chancen für gute Gebäude sind vor allem dort besonders groß, wo die Architekten, die Bauherren und die Städte und Gemeinden, fair und partnerschaftlich miteinander umgehen. Wenn das funktioniert, ist das im besten Sinne Baukultur“, erläuterte Prof. Dr. Klaus Anderbrügge von der Stiftung Westfalen-Initiative diese besondere Facette des Westfälischen Preises für Baukultur.

Teilnehmen können die Planer und Architekten sowie die Bauherren – auch Institutionen und Kommunen – im Idealfall gemeinsam als „Bewerbergemeinschaften“. Die eingereichten Objekte müssen im Zeitraum zwischen Januar 2000 und heute in Westfalen-Lippe fertiggestellt worden sein.

Der Preis ist mit keinem Preisgeld dotiert. Stattdessen wird der Architekturfotograf Christian Richters aus Münster, einer der renommiertesten Architekturfotografen Deutschlands, das preisgekrönte Objekt fotografieren. Aus den Fotos entsteht eine Ausstellung, die als Wanderausstellung durch Westfalen-Lippe touren soll, bevor sie in das Eigentum des Preisträgers übergeht. Mit diesem Preis wollen Landschaftsverband und Westfalen-Initiative dem Objekt und den Menschen, die dahinter stehen, ein besonderes Zeichen der Wertschätzung entgegenbringen.



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