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Stadtverwaltungen von Bad Pyrmont und Lügde sehen zu große Probleme

Landesgartenschau ist vom Tisch

Bad Pyrmont. Eine länderübergreifende Landesgartenschau in Bad Pyrmont und Lügde ist offenbar vom Tisch. Die Verwaltungen beider Städte sehen zu große Hindernisse für eine Durchführung und haben der Politik davon abgeraten. Das wurde nach einer Zusammenkunft von Mitgliedern der beiden Räte und der Stadtverwaltungen, die am Donnerstagabend im Pyrmonter Rathaus stattfand, bekannt.

veröffentlicht am 23.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:21 Uhr

Autor:

Hans-ulrich Kilian
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Es sind zwei wesentliche Gründe, die die Pyrmonter Stadtverwaltung ins Feld führt. Zum einen könnte Lügde zwar mit einem Investitionskostenzuschuss vom Land Nordrhein-Westfalen in Höhe von 5 Millionen Euro rechnen, müsste das Geld aber ausschließlich auf eigenem Gebiet einsetzen. Bad Pyrmont auf niedersächsischer Seite würde dagegen leer ausgehen. Zum anderen sei es schwierig, eine gemeinsame Fläche zu finden, die eingezäunt werden kann, um Eintrittsgelder zu kassieren. Die Emmerauen kämen dafür nicht infrage, weil sie unter Naturschutz stehen, heißt es einem Papier der Pyrmonter Stadtverwaltung für die Sitzung.

„Natürlich bin ich enttäuscht, aber finanziell ist das zurzeit nicht zu machen“, kommentierte der Fraktionsvorsitzende der Pyrmonter Grünen, Klaus Muchow, die Entwicklung. Ein Trost sei es vielleicht, dass einige der von Studenten entwickelten Ideen losgelöst von einer Landesgartenschau realisiert werden könnten. „Das ist jedenfalls im Gespräch.“ Die Grünen hatten das Thema auf die Tagesordnung des Pyrmonter Rates gesetzt. Christian Güse, Vorsitzender der FDP/-Bürgersinn-Fraktion, hält dagegen an einer Schau fest, auch wenn er einräumt: „Ohne eine öffentliche Förderung geht nichts.“ Bad Pyrmont hätte aber dringend Investitionen in die Infrastruktur nötig, meint er. „Wir sollten uns darum die Option einer Schau für Bad Pyrmont offenhalten.“

„Vielleicht wäre das möglich, wenn es eine neue gemeinsame Konzeption für den Tag der Niedersachsen und die Landesgartenschau als eine Veranstaltung gibt“, meint der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Watermann. Schon jetzt sei es schwierig, für diese Veranstaltung Städte zu finden. Unter den gegenwärtigen Voraussetzungen halte er den Aufwand für zu groß. Das sieht auch die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Katrin Drinkuth so. „Außerdem haben wir viele andere wichtige Themen, für die wir das Know-how unserer Verwaltung benötigen.“

„Damit hatten wir schon gerechnet“, kommentierte Martina Tigges-Friedrichs, Vorsitzende des Kur- und Verkehrsvereins, den Stand der Dinge und plädierte für eine eigene Pyrmonter Schau „Bis 2020 (dem nächstmöglichen Termin) ist ja noch Zeit.“ Der KVV hatte 20 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie gesammelt.

Bürgermeisterin Roeder und ihr Amtskollege Reker wollen sich nächste Woche äußern.



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