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Die Petanque-Landesmeisterschaft

Lässiger Trendsport mit 206 Teams im Pyrmonter Kurpark

BAD PYRMONT. Bereits zum dritten Mal war Schweinejagd im Kurpark angesagt: Bei der Niedersächsischen Meisterschaft im Pétanque galt es wieder, seine Eisenkugeln näher an die Zielkugel, das Schweinchen, die Sau oder französisch das Cochonett zu platzieren.

veröffentlicht am 06.05.2018 um 17:42 Uhr

Ein eleganter Wurf ins Richtung Schweinchen – einer von 412 Spielern wirft seine Eisenkugel auf einem von 103 Spielfeldern. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Pétanque heißt die sportliche Variante von Boule offiziell. „Und dafür bietet der Bad Pyrmonter Kurpark einfach ein traumhaftes Ambiente“, zeigte sich Cheforganisator Gerhard Hahlbrock vom TSV Halle bei Bodenwerder ebenso begeistert wie die insgesamt 412 Spielerinnen und Spieler der 206 Teams aus ganz Niedersachsen.

103 Spielfelder hatte Hahlbrock bereits am Freitag mit seinen Helfern auf den Sandplätzen und Wegen des Kurparks abgesteckt. „Nach einer Gruppenphase, in der jedes Team fünf Spiele absolviert, geht es dann in die K.-o.-Runden der letzten Acht.“ Und da jedes Spiel im Schnitt gut eineinhalb Stunden dauert, waren so viele Spielfelder für die Gruppenphase notwendig. „Im Einzelfall kann ein Spiel dann auch noch deutlich länger dauern als zwei Stunden“, erläutert Hahlbrock, warum für die Meisterschaft auch Flutlicht installiert wurde. „Vor 23 Uhr kommen wir hier bestimmt nicht raus.“

Doch diese Aussicht betrübte keinen Spieler. Manche würden sich nur ärgern, wenn sie früher nach Hause dürften. Für die hat Pétanque überhaupt nichts mit Ruhige-Kugel-Schieben zu tun. „Die trainieren fast täglich und haben richtig viel Ehrgeiz“, sagt Michael Frantz-Wielstra, als ein Spieler einen Zuschauer vom Spielfeldrand scheucht, damit er sich besser konzentrieren könne. Frantz-Wielstra indessen würde sich schon über einen guten Platz im Mittelfeld freuen. „Für mich ist das schöne Freizeit, bei der ich Sport mit Geselligkeit ideal verbinden kann. Wir sind die 400 Kilometer aus Emden angereist, um hier in toller Atmosphäre mit Gleichgesinnten zusammenzukommen.“

Und so tritt im Kurpark ein bunter Mix aus Hochleistungs- und Hobbysportlern an, die geradezu wie im Urlaub auf der Strandpromenade zwischen den Spielen am Rotwein nippen. Und sie stört es auch nicht weiter, wenn sie kurz unterbrechen müssen, weil zwei ältere Damen ihre Rollatoren quer übers Spielfeld schieben, das sie gar nicht wahrgenommen haben.

Pétanque wird übrigens immer populärer in Deutschland, verrät Hahlbrock. „Es ist ein Sport, den man bis ins hohe Alter betreiben kann, und bei dem eben auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommt.“ Manche Sportvereine haben mittlerweile ihre obsoleten Tennisplätze in Pétanqueplätze umgewidmet. „Und wir haben selbst festgestellt, dass wir mit einer Werbung für diesen Sport viele neue Mitglieder für den TSV gewinnen konnten“, sagt Hahlbrock und bietet sogar an, auch hiesige Vereine beim Aufbau einer entsprechenden Sparte zu beraten.



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