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Sanierung bis 2023 unwahrscheinlich

Kurtheater könnte über Jahre ausfallen

BAD PYRMONT. Offenbar muss das Staatsbad Pyrmont mindestens bis ins Jahr 2024 ohne das seit September 2018 gesperrte Kurtheater auskommen. Das Staatliche Baumanagement Weser-Leine geht nicht davon aus, dass eine Sanierung der historischen Spielstätte bis Ende 2023 möglich ist. Das hat die Stadtverwaltung berichtet.

veröffentlicht am 07.01.2019 um 13:07 Uhr
aktualisiert am 07.01.2019 um 16:50 Uhr

Das Kurtheater ist seit September 2018 komplett gesperrt. Foto: Archiv
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Stadt Bad Pyrmont ist im Spiel, weil sie auf das Förderprogramm des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ gestoßen war. Nur Kommunen haben die Möglichkeit, einen Antrag auf Fördermittel aus diesem Programm zu stellen. Doch dazu sei es nicht gekommen, bestätigte Stadtsprecher Wolfgang Siefert entsprechende Informationen. Zwar habe der Verwaltungsausschuss grünes Licht für den Antrag gegeben, doch das Finanzministerium in Hannover als Vertreter des Eigentümers des Kurtheaters habe die notwendigen Unterlagen nicht übermittelt. „Der Aufsichtsratsvorsitzende hat uns wissen lassen, dass dies keinen Sinn mache und das mit dem Einwand des Baumanagements begründet, dass eine Umsetzung der Sanierung innerhalb der im Förderprogramm festgesetzten Frist bis Ende 2023 nicht wahrscheinlich sei“, so Siefert.

Ursprünglich sei geplant gewesen, die Fördermittel für die Sanierung des Konzerthauses zu beantragen, doch auf Wunsch des Niedersächsischen Finanzministeriums habe sich die Stadt bereit erklärt, das Kurtheater dafür auszuwählen, weil man hier mit den Planungen weiter sei, so Siefert. Die Erkenntnis, dass tragende Teile der 200 Jahre alten Spielstätte gravierende Mängel aufweisen, hatte die bisherigen Pläne über den Haufen geworfen. Zumindest zum Zeitpunkt der möglichen Antragstellung bis Ende November 2018 war nicht bekannt, welche Kosten auf das Land zukommen, um das Kurtheater wieder in Betrieb zu nehmen. Auch heute noch ist nicht bekannt, für welche Version sich das Land am Ende entscheiden wird. Zumindest die einfachen und damit billigsten Varianten sollen dem Vernehmen nach vom Tisch sein.

Mit der vom Baumanagement ins Spiel gebrachten Zeitperspektive ist die Wahrscheinlichkeit größer geworden, dass das Staatsbad vom kommenden Jahr an als feste Spielstätte nur noch die Wandelhalle bleibt, denn die Betriebserlaubnis des Konzerthauses läuft im Mai ab. Die Stadt arbeitet derzeit an einem Gutachten für eine Sanierung, der Konzertsaals, das sich derzeit nach Aussage von Siefert in der Abstimmung über den Brandschutz befindet und das bei den in diesen Wochen anstehenden Entscheidungen eine wichtige Rolle spielt.

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Der Geschäftsführer des Staatsbades Maik Fischer bestätigte am Montag, dass er sich persönlich bereits Gedanken über Alternativen zum Kurtheater und zum Konzerthaus mache und dabei „mobile Räumlichkeiten“ in Betracht ziehe. „Ich muss mich auf alle Eventualitäten einstellen“, sagte Fischer zur Begründung.

Das Finanzministerium konnte zu der Entwicklung am Montag auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben, will das aber heute nachholen.



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