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Nicht nur die Illumina wird 2016 gestrichen

Kurdirektor will weniger Veranstaltungen

Bad Pyrmont. Auf exakt 1111 Veranstaltungen hat es das Staatsbad Pyrmont im vergangenen Jahr gebracht, angefangen von der Kurparkführung über die Kurkonzerte bis hin zur Großveranstaltung mit Konstantin Wecker. Für Geschäftsführer und Kurdirektor Maik Fischer sind das zu bestimmten Zeiten zu viele – sehe man auf das Gesamtangebot aller Veranstaltungen in Bad Pyrmont. Er will darum das Programm kürzen. Dabei machen die im Veranstaltungsprogramm aufgelisteten Angebote lediglich 140 aus. „Es wird 2016 ein paar Veranstaltungen weniger geben“, bestätigt er Informationen dieser Zeitung. Wie viele das sein werden, könne er nicht sagen, Großveranstaltungen seien aber nicht darunter.

veröffentlicht am 07.08.2015 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Hans-ulrich kilian
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Die Licht und Klanginstallation „Illumina“ im Kurpark werde es im kommenden Jahr aber nicht geben, erst 2017 wieder. „Im Herbst wollen wir stattdessen andere Veranstaltungen im Zwei-Jahres-Rhythmus ausprobieren“, kündigt der Kurdirektor an. Dabei zählte die Illumina nach Darstellung von Fischers Vorgänger Heinz-Hermann Blome gemeinsam mit dem Kleinen Fest zu den besonders erfolgreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Auch das Kleinkunstfestival „Kleines Fest im großen Kurpark“ soll schon zur Disposition gestanden haben, sollte ebenfalls nur alle zwei Jahre stattfinden. Kommentieren will Fischer das nicht, versichert nur, dass das Kleine Fest auch im nächsten Jahr wieder stattfinden werde. Zwar ist die Veranstaltung seit Jahren fast immer ausverkauft, doch ein Geschäft kann das Staatsbad laut dem Veranstalter Harald Böhlmann damit nicht machen.

Mehr schlecht als recht liefen dagegen die Sinfoniekonzerte. Die Konsequenz: Das Staatsbad wird im nächsten Jahr nur noch zwei Konzerte statt bisher sechs veranstalten und Fischer hat dabei vor allem die im Blick, die regelmäßig auf eine gute Resonanz stoßen – das Neujahrskonzert und das Konzert zu Ostern. Weitere Termine würde er gerne anderen Veranstaltern überlassen, so wie er es auch mit noch mehr anderen Veranstaltungen machen würde, „um das Risiko besser zu streuen“. Die „Landpartie“ sei ein Beispiel dafür.

Die Kurkonzerte will der Staatsbadchef „besser und positiver“ vermarkten, will sie unterteilen – so wie es jetzt schon mit „Pyrmont Jazzy“ und „Pyrmont Pops“ in Zusammenarbeit mit der Musikschule ergänzend zur „KurMusik“ von György Kovacs geschehe. Damit solle den Erwartungen der Kurgäste entsprochen werden, die zwei Drittel des Publikums der Staatsbadveranstaltungen stellen – „und damit auch bezahlen“, wie er betont. Auch die Lesungen mit Prominenten wie Andrea Sawatzki hat sich der Kurdirektor angesehen und ist damit offenbar nicht zufrieden. „Es wird davon weniger geben“, sagt er.

Dabei gehe es bei der „Überarbeitung und Überprüfung“ des Veranstaltungsprogrammes, wie er sich ausdrückt, nicht um Einsparmöglichkeiten“, versichert er, sondern darum, mit neuen Formaten mehr Gäste zu gewinnen, denn das Veranstaltungsprogramm gehöre schließlich zur Infrastruktur des Kurortes. Dennoch: Fischer muss auf das wirtschaftliche Ergebnis achten. 3,3 Millionen Euro erhält das Staatsbad dieses Jahr als Verlustzuweisung vom Land. Das soll in den nächsten Jahren weniger werden, denn ab 2019 gilt in ganz Niedersachsen die Schuldenbremse, und auch das Niedersächsische Staatsbad Pyrmont, so hatte es Fischer bei seinem Dienstantritt im März angekündigt, wolle seinen Beitrag dazu aktiv leisten.



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