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Pyrmonter Seniorenbeirat befasste sich mit der neuen Bewertung von Pflegeeinrichtungen

„Künftig gibt es nur durchschnittliche Heime“

Bad Pyrmont (Hei). Um Bewohnern und Angehörigen vorab einen besseren Einblick in die Qualität von Pflege-Einrichtungen zu ermöglichen, werden diese Heime neuerdings vom Medizinischen Dienst (MDK) ganz gezielt überprüft und öffentlich bewertet. Der Beauftragte für die Heimaufsicht des Landkreises, Michael Wyrwoll, begrüßt diese Transparenz grundsätzlich, wünscht sich jedoch mehr Differenzierung bei den Kriterien der Bewertung.

veröffentlicht am 02.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 12:21 Uhr

v. Bodecker
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Dies vermittelte er den Delegierten des Seniorenbeirats der Stadt auf ihrer Versammlung im Rathaus. Nach 82 Kriterien (zum Beispiel Struktur der Einrichtung, individuelle Pflege und Zuwendung, Essens-Versorgung der Bewohner) werde die Qualität der Einrichtungen überprüft, berichtete der Hamelner. Die abschließende Bewertung werde allerdings nicht punktuell aufgelistet, sondern summiert und als Durchschnitts-Ergebnis angegeben. So werde es in Zukunft keine wirklich schlechten Heime mehr geben, sondern nur noch durchschnittliche. ,,Damit ist aber die Aussagekraft für die Bürger begrenzt. Mehr Differenzierung wäre besser“, meinte Wyrwoll.

Wie der Beirats-Vorsitzende Hans-Georg von Bodecker abschließend betonte, will man dieses Thema noch einmal ganz gezielt mit den Leitern der örtlichen Pflegeeinrichtungen diskutieren. In diesem Zusammenhang stellte von Bodecker klar, dass der Beirat aus Gründen der Neutralität keinerlei Empfehlungen für irgendeine Einrichtung aussprechen könne, auch wenn dieser Wunsch in den Senioren-Beratungen oft geäußert werde. Der Beirat halte guten Kontakt zu diesen Einrichtugen, in denen ca. 1200 von 8000 Senioren der Stadt lebten.

Ein generelles Lob hatte Michael Wyrwoll vorher den Pyrmonter Pflegeeinrichtungen und ihren jeweiligen Heimbeiräten ausgesprochen. Außerdem sei ein so engagierter Senioren-Beirat wie der in Bad Pyrmont keineswegs selbstverständlich. Aus kommunaler Sicht bewertete Bürgermeisterin Elke Christina Roeder das ,,bürgerschaftliche Engagement“ des Senioren-Beirats als sehr positiv. Und die Ausschussvorsitzende Bettina Potthast bedankte sich dafür, dass die in den Ausschüssen präsenten Beiratsmitglieder ,,mit offenen Augen und Ohren durch die Stadt gehen und so dem Rat Arbeit abnehmen“.

M. Wyrwoll

In seinem Tätigkeitsbericht nannte von Bodecker einige der Themen, die von älteren Bürgern in den Senioren-Beratungen immer wieder angesprochen würden. Dazu gehörten ungünstige Straßen-Überquerungen (zum Beispiel Vogelreichsweg/Rathausstrasse oder Brunnenstraße/Brunnenplatz) sowie der Wunsch nach Tempo-30-Zonen, wie zum Beispiel vor dem Holzhauser Friedhof. Doch die Aktivitäten des Beirats sind nicht nur auf Senioren-Beratungen und Ausschusssitzungen begrenzt, sondern zeigen sich auch bei der Teilnahme an kommunalen Veranstaltungen und an der Planungswerkstatt zum städtebaulichen Gesamtkonzept.



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