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Theater Companie dreht Mini-Krimi

Kuchenräuber im Parkhotel Rasmussen

Bad Pyrmont. „Kuchen her!“ schallt es durch das Café des Parkhotels Rasmussen an der Hauptallee. Eine schwarze Pistole verleiht der Aufforderung Nachdruck. Der mit einem Strumpf maskierte Komplize des Pistolenmanns steuert auf einen Tisch zu, an dem zwei Damen mit Hut sitzen, schnappt sich eine lecker aussehende Schwarzwälder Kirschtorte und verstaut sie in seiner weißen Thermobox. Erschrocken halten Hannelore Nolte und ihre Tischnachbarin die Hände vor den Mund. „Die Szene nehmen wir“, meint Jörg Schade zufrieden, der sich hinter einer TV-Kamera platziert hat.

veröffentlicht am 19.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

von hans-urlich kilian
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Damit ist klar: Die Räuber sind nicht echt, der eine heißt Lennart Gülzow, der andere Timo Wiesemann. Sie sind nur in Rollen geschlüpft. Hier entsteht eine Filmszene für die Kriminalrevue „Gänsehaut“ der Pyrmonter Theater Companie, die am 13. Juli im großen Hof des Schlosses Premiere feiert. „Das wird ein Mini-Krimi mit 8 Schauspielern und 30 Statisten“, erklärt Companie-Chef Schade, der die Idee zu dem etwa sechsminütigen Film hatte, der während der Aufführung gezeigt wird.

Natürlich steht in dem von Schade geschriebenen Drehbuch kein ernsthafter Krimi sondern eine Satire. Welcher Räuber hat es schon auf Schwarzwälder Kirschtorte abgesehen? Umso ernsthafter wird gedreht, der Aufwand ist groß. Für die eineinhalbminütige Szene im Hotel Rasmussen gingen fünf Stunden drauf. Die 15 Damen als Statisten – allesamt schick behütet – verlieren auch angesichts der vielen Proben und Wiederholungen nicht die Contenance. „Das ist nicht einfach, aber es macht großen Spaß“, sagt Hannelore Nolte, die eben noch Opfer des Kuchenräubers war. Und Brunhilde Müller – seit jeher der Companie verbunden – gesteht schmunzelnd: „Es ist anstrengend. Ich muss mich immer zurückhalten, um nicht spontan dazwischenzuquatschen.“

Das Filmteam wird in diesen Tagen noch öfter auftreten. Auf der Hauptallee oder im Neubrunnenweg zum Beispiel. Geplant sind Szenen mit Damen, die mit ihren Rollatoren den Räubern den Fluchtweg absperren oder in der Bäckerei Engelke vergeblich nach Schwarzwälder-Kirschtorte fragen. Die Ermittler vom LKA (Schade: „Das steht nicht für Landeskuchenamt, sondern für Landeskriminalamt“) spielen Christiane Schoon und Carl-Herbert Braun, die beim Dreh im Café ganz andere Aufgaben übernommen haben. Er hantiert mit einem Scheinwerfen, sie mit einem Mikrofongalgen. „Bei uns macht eben jeder alles“, freut sich Schade. „Das alles ist für uns auch ein großer Spaß“, sagt der Schauspieler und Regisseur, der sich riesig darüber freut, dass Simone Berghof vom Hotel Rasmussen nicht nur die Räume zur Verfügung gestellt, sondern auch den Kuchen spendiert hat.

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  • Bei der Companie macht jeder alles: Carl-Herbert Braun im Einsatz als Beleuchter.

Eigens für die Dreharbeiten hat die Companie eine hochwertige HD-Kamera angeschafft, die auch für die Dokumentation der Stücke eingesetzt wird. Und den Film über die Kuchenräuber wird man nach der Premiere auch im Internet sehen können.



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