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Großenbergs Wehr hat Nachwuchssorgen

Kritische Marke erreicht: nur 13 Aktive

Großenberg. Es war das herausragende Thema bei der Hauptversammlung der Großenberger Feuerwehr. Und Ortsbrandmeister Wilhelm Lohmann nahm kein Blatt vor den Mund. „Ich starte mit einem absolut negativen Berichtspunkt“, legte er los und verkündete, dass der Pyrmonter Bergortsteil derzeit nur noch 13 aktive Feuerwehrleute zählt. „Wir haben echte Nachwuchsprobleme“, sagte er. „Ich hoffe nur, dass unsere beiden Jüngsten noch junge Kameraden für die Feuerwehr begeistern können und in unsere Gruppe hineinziehen.“ Diesen Knackpunkt griff auch Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke auf. „Ich habe einen Tipp für die 13. Da schauen wir mal nicht „upn Dörpe“, sondern nach Dörpe. Die hatten ein ähnliches Problem und sind dann von Haus zu Haus gegangen. Durch dieses Klinkenputzen und die intensiven Gespräche mit den Dorfbewohnern ist es gelungen, eine ganz neue Gruppe aufzubauen“, berichtete Wöbbecke und appellierte an die Großenberger: „Wir müssen die Leute vom Sofa runter holen!“

veröffentlicht am 10.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 18:21 Uhr

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Auch der stellvertretende Stadtbrandmeister Jörg Krüger plädierte dafür, sich für den Erhalt der kleinen Ortswehren einzusetzen. „Deren Ortskenntnisse und Ortsnähe sind unverzichtbar und in ihrem Einsatzwert gar nicht hoch genug einzuschätzen“, sagte er und traf damit auch den Kern der Aussage von Dirk Wöltje (CDU), der als Ortsvorsteher ergänzend hervorhob, welch wichtige Rolle auch die kleinen Ortswehren als Bindeglied innerhalb einer Dorfgemeinschaft spielen. „Ein deutliches Beispiel des besonderen Engagements einer dörflichen Feuerwehr sehen wir, wenn wir uns hier in diesem Raum umsehen. Denn ohne sie würde dieses Haus hier nicht stehen.“ Das wisse auch der Rat der Stadt, machte er deutlich.

Neben eben dieser Bindefunktion wird auch eine kleine Feuerwehreinheit im Erledigen von Einsätzen gefordert. So berichtete Wilhelm Lohmann von nach heftigsten Regenfällen vollgelaufenen Kellern, einem Schwelbrand in einer Getreidehalle in Kleinenberg, einem der Brandserie zuzuordnenden Rundballenbrand in Großenberg sowie der Suche nach einem Vermissten bei strömendem Regen. Und auch vom Hochwassereinsatz an der Elbe sei man nicht verschont geblieben.

Dabei, und das machte insbesondere Wöbbecke deutlich, müssen auch zukünftig in den Ortswehren Kräfte an Atemschutzgeräten ausgebildet werden. Nicht nur für Brandeinsätze im eigenen Dorf, sondern gerade auch zur Unterstützung anderer Wehren, denn die Einsatzfrequenz der Geräteträger habe sich extrem erhöht.

Geehrt wurden Robert Klenke und Heinz-Jürgen Köhler für 50-jährige Wehrzugehörigkeit, Karl Reese für 60 Jahre und Ortsbrandmeister Lohmann für 40 Jahre bei der Feuerwehr. Der beförderte Ralf Deppenmeier versieht nun seinen aktiven Dienst als Hauptfeuerwehrmann. Ti



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