weather-image
19°

Herderschule und Phoenix feiern Jubiläum

Kooperation mit Phantasie, Herz und Kompetenz

Bad Pyrmont (rr). Als sich vor zehn Jahren das Unternehmen Phoenix Contact und die Herderschule auf eine Zusammenarbeit verständigten, da ging es den Beteiligten um die Unterstützung junger Menschen auf dem Weg in die Berufswelt. Es waren der damalige Schulleiter Horstmar Kirchner und die Lehrerin Doris Heine, die mit ihrer Vision von einer Zusammenarbeit mit einem Unternehmen bei dem Steuerungsspezialisten auf Zustimmung stießen und gemeinsam mit weiteren Kollegen die Kooperation auf den Weg brachten.

veröffentlicht am 15.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 04:21 Uhr

Jafer Ben Abdallah hatte die Idee zu diesem Drachen auf Palmen.
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Sie gehört zu den Leuchttürmen in Niedersachsen“, stellte Phoenix-Ausbildungsleiter Hermann Trompeter anlässlich einer Feierstunde fest, mit der das Jubiläum im Rathaus begangen wurde. „Denn sie ist unsere älteste und aktivste Kooperation.“ Gute Fachleute seien sehr schwer zu finden. Am besten sei es darum, sie vor Ort auszubilden. „Und da liegt die Kooperation mit einer Schule nahe.“

Bürgermeisterin Elke Christina Roeder stellte den Ratssaal gerne für die Feierstunde zur Verfügung. „Das Unternehmen Phoenix hat mit seinen sehr guten Rahmenbedingungen die Grundlage zu dieser erfolgreichen Kooperation gelegt“, sagte sie. Dass dieser Versuch seinerzeit mit einer Hauptschule gestartet worden sei und schon nach kurzer Zeit erste Erfolge gemeldet werden konnten, freue sie ganz besonders. „Gerade die Hauptschulen müssen sich immer wieder neu beweisen und sind zu oft einer negativen Beurteilung ausgesetzt.“

Auch Rektor Hartwig Henke lobte das Unternehmen. „Sie haben ein klares Konzept, eine klare Philosophie und klare Vorstellungen, was in der Berufswelt wichtig ist. Dem können wir uns als Schule nur anschließen.“

2 Bilder
Hermann Trompeter (li.) bedankt sich ganz besonders bei den Lehrern Doris Heine und Manfred Mund.

Wie wichtig für die Hauptschüler neben den in Praktika erworbenen technischen Fertigkeiten aus einem Beruf vor allem der erlebte Umgang miteinander für die eigene Sozialkompetenz sei, unterstrich Doris Heine. „Kommunikations-, Team- und Konfliktfähigkeit sind elementare Aspekte, genauso wie eine positive Einstellung zur Arbeit und angemessene Umgangsformen. Gerade in Projektarbeit wird trainiert, was dazu wesentlich ist. Da geht das ganz automatisch: Mütze ab, Kaugummi raus.“ Sie und ihren Kollegen Manfred Mund würdigte Henke als „Motoren des Alltags“. Mund betonte, „dass unsere Schüler Kopf, Herz und Hand brauchen.“

Und was sie damit anfangen, das ist noch eine Weile im Foyer des Rathauses zu bestaunen. Es sind die Ergebnisse mehrerer Wettbewerbe aus zehn Jahren. Da treffen sich zum Beispiel Kunst und Technik. Der Schweizer Künstler Jean Tinguely ist mit seinen kinetischen Objekten Vorbild, und so sind im Foyer bunte, bewegliche und lärmende Objekte zu sehen. In einer kreativen Ausstellung präsentieren Schülerinnen und Schüler eine Verwendung von ausrangierten Materialien wie Leiterplatten, Platinen oder Kunststoffgehäusen. Sogar das Pyrmonter Firmengelände haben sie mit Computer-Schrott nachgebaut.

Nebenan haben Marc Schlieker (15), Christina Ibsch (15) und Igor Vaisman (17) die Verbundenheit der Herderschule mit der Firma dargestellt, denn Christina und Igor haben zwei Wochen Praktikum absolviert. „Jeden Morgen um 6.30 Uhr anfangen, war ganz schön hart. Aber es hat riesigen Spaß gemacht“, versichert Igor. Eine originelle Idee hat Jafer Ben Abdallah (14) aus der Klasse 9b realisiert. Aus Draht, Pappmachée und Elektronikteilen bastelte er einen grünen Drachen, der passenderweise in einer Palme schwebt. Schon in der Berufsschule sind Benjamin Matz , Tracy Grams und Sebastian Bawon (alle 17). Sie betreuen das aktuelle Projekt, bei dem es um Energieeinsparung im Fachklassenhaus der Herderschule geht.

Hermann Trompeter war nicht mit leeren Händen gekommen. Für zehn Klassenkassen hatte er jeweils 100 Euro dabei. „Sie sind uns auch ein bisschen ans Herz gewachsen“, bekannte er in Richtung der Schule.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt