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Anna Tyshayeva brilliert im Gemeindesaal der Stadtkirche

Konzert mit privater und persönlicher Note

Bad Pyrmont. Es hatte vom äußeren Rahmen her eine persönliche, fast private Note, das Klavierkonzert der in Odessa geborenen und in Frankfurt am Main lebenden Pianistin Anna Tyshayeva. Doch das künstlerische Niveau des Programms offenbarte eine breite Klaviatur anspruchsvoller internationaler Kompositionen und eine brillante Wiedergabe durch die vielfach ausgezeichnete Interpretin.

veröffentlicht am 09.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Im gut besuchten Gemeindesaal der evangelischen Stadtkirche erinnerten die brennenden Kerzen der siebenarmigen Menora, einem der wichtigsten Symbole jüdischer Religion, daran, wer Veranstalter dieses bemerkenswerten Konzertes war. Eingeladen hatte die liberale jüdische Gemeinde Bad Pyrmont, und ebenso wie deren Vorsitzende Carla Behnke, die das Publikum zweisprachig begrüßte, wandte sich auch die international erfolgreiche Künstlerin auf Deutsch und Russisch an ihr Publikum, um im Rahmen eines „Klavierabends im Hause Mendelssohn“ über die einzelnen Werke zu informieren.

Der Bogen des Programms, das mit einem Präludium von Felix Mendelssohn Bartholdy begann, war weit gespannt, vom konzertanten Genie Wolfgang Amadeus Mozarts bis zu ungewöhnlichen dramatischen Bearbeitungen, wie etwa der Tondichtung „Die Geister“ von Cesar Franck nach einem Text von Victor Hugo. Einige Werke waren Auszüge und Arrangements von Klavierkonzerten, die ursprünglich mit Orchester komponiert wurden, aber auch in der solistischen Interpretation immer noch eine Fülle farbigen musikalischen Ausdrucks zwischen romantisch und dramatisch offenbarten.

Was natürlich an der virtuos spielenden Pianistin lag. Sie verfügt ebenso über einen kraftvollen, dynamischen Anschlag wie über die Kunst, mit dem zartesten Piano und perlendem Musikfluss ihre Zuhörer zu fesseln. Beispielhaft geschah dies in den Sätzen des A-Dur-Klavierkonzertes von Mozart, bei dem die Frische und Leichtigkeit des Allegro dem nachdenklichen klaren und klangschönen Adagio begegnete. Auch Franz Liszt und Frederic Chopin wurden brillant interpretiert.

Die Atmosphäre eines Klavierabends live nachempfinden, wie in einer Zeit ohne CD und anderer „Konserven“, das hatte die Pianistin für sich und ihr Publikum erhofft, und dieser Wunsch erfüllte sich, wie der starke Beifall bewies.



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