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Kompromiss im Umkleideraum

Badgäste der Pyrmonter Welle zeigen sich nicht mit allen Neuerungen einverstanden

veröffentlicht am 05.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 12:41 Uhr

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Bad Pyrmont. Die neuen Umkleideschränke in der Pyrmonter Welle sind ein echter Hingucker und passen sich mit dem warmen roten Farbton dem Gesamtkonzept des Erlebnisbades perfekt an. Mit der Verdoppelung der Anzahl der Schränke kommen die Stadtwerke Bad Pyrmont als Betreiber des Bades dem gestiegenen Bedarf der Badegäste an verschließbaren Stauraum entgegen. „An den Wochenenden und an heißen Sommertagen reichten die bisher vorgehaltenen Umkleideschränke bei weitem nicht aus“, berichtet Badbetriebsleiter Frank Tietze. Und auch in die höhere Sicherheit der neuen Schlösser wurde investiert. „Das vergangene Jahr hat uns leider gezeigt, dass die alten Schlösser nicht ausreichend vor Diebstahl schützen. Das neue Schließsystem verspricht deutlich mehr Sicherheit.“

Eigentlich müssten die Badegäste mit der Teilsanierung zufrieden sein, denn gerade der Umkleidebereich war nicht das Aushängeschild des Bades. Doch kaum ist eine Damenumkleidekabine komplett umgebaut und bei zwei weiteren jeweils eine Seite dem neuen Konzept angepasst, schon flattert Geschäftsführer Dieter Boldt die schriftliche Beschwerde von Petra Rust samt Unterschriftensammlung ins Haus. Als regelmäßige Nutzerin der Pyrmonter Welle vermisst sie nicht nur den Komfort, den die breiteren und längeren alten Schränke zu bieten hatten. „Es ist kaum noch möglich, eine Jacke in normaler Länge im Umkleideschrank unterzubringen, ohne dass diese im Schmutz auf dem Schrankboden hängt, der durch abgestellte Schuhe verursacht wurde. Das Unterbringen einer breiteren Tasche ist gänzlich unmöglich“, beklagt sie.

Auch die Sitzbänke, die ursprünglichen vor den seitlichen Schrankreihen angebracht waren, mit dem Umbau aber weichen mussten und durch eine lange Sitzbank in der Mitte der Umkleidekabine und jeweils zwei kurzen an den Stirnseiten ersetzt wurden, werden von den Badegästen um Petra Rust vermisst. „Ältere Besucher haben die Bank vorm Spind bisher nicht nur als Ablage genutzt, sondern vor allem als Sitzmöglichkeit beim Anziehen“, argumentiert sie. Mit ihrer Bitte an die Stadtwerke, die Aufrüstung des Schrankangebotes zu überdenken, steht sie nicht allein. Fast 40 Badegäste haben sich ihrer schriftlichen Beschwerde angeschlossen.

Petra Rust ist zufrieden, dass sie auch die alte Schrankreihe nutzen kann.

Frank Tietze gibt zu bedenken, dass der Platz im Umkleidebereich beschränkt sei und die neuen Umkleideschränke der allgemeinen Norm für Schwimm- und Sporthallen entsprächen. „Alle anderen Maße sind Sonderanfertigungen und kosten extra.“

Die Teilsanierung des Damen-Umkleidebereiches mit dem Einbau von insgesamt vier neuen Schrankreihen mit insgesamt 106 abschließbaren Fächern ist fürs Erste abgeschlossen. „Vorläufig sind keine weiteren Investitionen in diesem Bereich vorgesehen“, so Tietze. „In zwei Umkleidekabinen bleibt vorläufig jeweils eine alte Schrankreihe inklusive Bank erhalten. Darüber hinaus denken wir darüber nach, außerhalb der Stoßzeiten vor den unteren Schrankreihen transportable Bänke aufzustellen, die sich während des Hochbetriebs am Wochenende und im Sommer leicht entfernen lassen“, erklärt er. Für Petra Rust ist das ein guter Kompromiss. Sie ist froh, dass ihre Bedenken und die der anderen Badegäste ernst genommen wurden und an einer für beide Seiten akzeptablen Lösung gearbeitet wurde.

Auch in Sachen Wassertemperatur gibt es in der Pyrmonter Welle wieder zufriedene Gesichter. Nachdem die Wassertemperatur um ein Grad abgesenkt wurde und sich daraufhin zahlreiche Badegäste beschwert hatten, wird seit Mitte Januar das Innenbecken wieder auf 29 Grad erwärmt.sbr



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