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Das Ensemble Operamobile bot eine italienisch-spanische Weihnacht im kleinen Saal

Komödiantisch-kurzweilig

BAD PYRMONT. In der Ankündigung des Staatsbades stand hintergründig als Untertitel: „Operette sich wer kann.“ Nun, es war bei weitem nicht so schlimm, dass man sich retten musste. Zumindest verließ niemand flüchtend den kleinen Saal des Konzerthauses. In diesen war man als Veranstalter bereits ausgewichen, da es nicht sehr viele Anmeldungen im Vorfeld gab.

veröffentlicht am 12.12.2018 um 20:14 Uhr

Gut gelaunt: Kathelijne Wagner, Tadeusz Galzuk und Bettina Delius beim „Italien-Medley“. Foto: ti
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Autor

Klaus Titze Reporter
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Und so versammelten sich rund 120 Erwartungsvolle, darunter auch Gesichter, die man aus dem Stadtbild Bad Pyrmonts kennt, aber auch aus dem Bereich Stadtoldendorf mit einem Bus zum Veranstaltungsort angereiste Gäste. Für alle jedoch bestand das gebuchte Programm nicht nur aus einem unterhaltsamen Teil im Kleinen Saal. Zuvor hatte man Kaffee und Kuchen in einem Pyrmonter Café gemeinsam genossen.

So in Stimmung gebracht, warteten nahezu alle sich im Seniorenalter befindlichen Operettenfreunde auf einen vergnüglichen zweiten Teil des Angebotes. Und dieser kam auch prompt und für manche Besucher in seiner Art auch überraschend. So stammten die musikalischen Beiträge zum Beispiel in Auszügen aus Operetten oder auch weihnachtlichem Volksgut aus Italien, Spanien oder auch Deutschland und wurden durchaus ansprechend stimmlich dargeboten. Auch die Tango-Darbietungen, Piazzollas „Libertango“ oder Gallianos „Tango Pour Claude“, verzückten durch die von Jan Skorupskis Akkordeon entlockten Töne.

Was manche eher zu irritieren schien, waren die komödiantischen Einlagen und zum Teil irrwitzig anmutenden Accessoires, die einen passenden Beiklang zu den jeweiligen Szenen oder Melodien bilden sollten. Auch ließ sich das ältere Publikum kaum dazu bewegen, sich im Walzertakt im Gang oder nahe den Künstlern tanzend zu beteiligen. Lediglich zur Künstlergruppe gehörende und mit dem Ensemble angereiste „Komparsen“ standen auf und ergänzten die tanzenden Künstler mit ihrem Zutun. Doch der Funke sprang nicht über.

Die Meinung über die Qualität des Konzerts schwankte zwischen „gewöhnungsbedürftig“ bis „sehr gut“. Doch das in großer Schrift wie beim Karaoke angezeigte „O du Fröhliche“ oder das weihnachtliche „Stille Nacht“ – gemeinsam gesungen – versöhnte Künstler und Publikum und führte harmonisch zum abschließenden Wiegenlied, das in einem zarten Glockenspiel endete.



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