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Besondere Ausstellung in der Stadtkirche ist dem Buch der Bücher gewidmet

Kleinste Bibel ist nur wenige Millimeter groß

BAD PYRMONT. Kaum zu glauben: Die kleinste Bibel der Welt ist nur wenige Millimeter groß, enthält aber das Vaterunser in sieben Sprachen. Das könnte man jedoch nur mit einer eingebauten Lupe lesen, die allerdings inzwischen das Zeitliche gesegnet hat. 1956 erstand die Pyrmonterin Eva-Maria Blümel, damals Studentin der Buchkunde, das gute Stück als einen „Baustein“ zum Wiederaufbau des Gutenberg-Museums in Mainz.

veröffentlicht am 02.06.2017 um 16:20 Uhr

Schmuckstück der Ausstellung: Von 1853 stammt die reich illustrierte Bibel, die Pastorin Jutta Ostermann hier zeigt. Foto: Hei
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Karin Heininger Reporterin
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Jetzt ist das Kleinod in der Christuskirche (Stadtkirche) als Teil einer gestern eröffneten Bibelausstellung zu sehen. Motto: „Das Wort sie sollen lassen stahn“, ein Zitat aus dem Luther-Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“. Und speziell für das Reformations-Jubiläum hatte Pastorin Jutta Ostermann die Idee zu einer solchen Ausstellung. „Es erschien mir logisch, gerade im Lutherjahr zu zeigen, wie der mündige Gläubige das Wort Gottes durch die Bibel versteht“, sagt die Pastorin.

Keine großartigen Kostbarkeiten seien ihr aus der Gemeinde nach einem entsprechenden Aufruf übergeben worden, wohl aber ausgesprochene Kleinode, aus der Sicht der Leihgeber – und auch der Betrachter. So wie eine betagte Konfirmationsbibel, die in Neersen auf einem Dachboden in einem versteckten Koffer gefunden wurde. Oder das wohl älteste Stück, eine kleine dicke Bibel von 1742, in der parallele Bibelstellen benannt und Fragen dazu formuliert wurden. Auch eine englische Bibel von 1872 mit Ledereinband und Goldschnitt zählt zu den Raritäten.

In einer der drei Vitrinen, die das Museum im Schloss der Stadtkirche zur Verfügung stellte, ist das wohl schönste Buch der Bücher ausgestellt: Eine Bibel mit Samteinband und einem Silberverschluss in Kreuzform, ergänzt durch eine künstlerisch bemalte Extraseite aus dem Jahre 1853. Direkt daneben eine alte Lutherbibel mit rot unterstrichenen Textstellen, „in der viel gearbeitet wurde“, beides wie auch noch einige andere Exemplare von der Familie Detlev Block, dem ehemaligen Pastor der Stadtkirche, zur Verfügung gestellt.

Wie das Neue Testament „für Menschen unserer Zeit“ in den 60er Jahren gestaltet wurde oder als „Die gute Nachricht“ in Taschenausgabe erschien, ist ebenso zu sehen wie ein Faksimile der ersten gedruckten Bibel von 1450. Und auch aus der jüngsten Vergangenheit gibt es einige Exponate, so wie die Kinderbibel von Detlev Block oder ein Kalender zum Bibeljahr 2000, in dem zu jedem Monat ein zeichnerisch gestaltetes Zitat aus der Bibel steht. Auch aus eigenen Beständen hat die Pastorin einiges zur Ausstellung beigesteuert, so eine ganz neue Bibel zum Reformationsjubiläum.


Die Ausstellung ist bis 2. Juli täglich zu besichtigen (Öffnungszeiten der Kirche 10 bis 17 Uhr). Begleitend zum Thema findet am 23. Juni um 17 Uhr eine Veranstaltung statt, in der man „die Bibel mit allen Sinnen erleben kann“. Gestaltet wird der Nachmittag von Jutta Ostermann sowie von Beatrice und Herbert Cirkel.



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