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Hagen und Löwensen müssen sich noch gedulden

Kita-Erweiterungen geschoben

BAD PYRMONT. Es ging im Grunde um die Kleinsten, also um deren Betreuung in Krippenplätzen. Die Kitas in Hagen ud Löwensen planen Erweiterungen, auch um den zukünftigen Bedarf abzudecken.

veröffentlicht am 20.11.2021 um 11:00 Uhr

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Reporter

Dem neu zusammengesetzten Schul- und Jugendausschuss lagen hierzu zwei Anträge der Fraktion SPD/WiR vor, die sich mit einer jeweiligen baulichen Erweiterung der Kindertagesstätten (Kita) in den Ortsteilen Hagen und Löwensen beschäftigen.

Auf dem Hagen geht es dabei konkret um einen Erweiterungsanbau auf dem Außengelände der Kita. In Löwensen hingegen stellt sich der Betreiber eine Überdachung des „Wintergartens“ vor.

Mit beiden Vorhaben stießen die Antragsteller nicht auf eine unterstützende Zustimmung der Verwaltung. Wie Lars Torge Klemme, Fachbereichsleiter im Rathaus für Schulen, aus der Vorlage der Verwaltung vortrug, gäbe es derzeit im Ortsteil Hagen eine Unterdeckung von einem Krippenplatz. Ansonsten sei der Ort mit der vorhandenen Kita ausreichend versorgt. Da im gesamten Stadtgebiet aktuell sogar neun Betreuungsplätze noch zur Verfügung stehen würden, könne das Kind auch in einer Kita im Stadtgebiet betreut werden. Dies sei auch nach gerichtlichen Entscheidungen als zumutbar anzusehen.

Diese Argumentation stieß sowohl bei Uwe Brechbühler (WiR) als auch bei Carolin Muschter (Intakt) auf wenig Verständnis. Wie von den Antragstellern und auch dem Betreiber (DRK) dargestellt, habe es eine ganze Reihe von Geburten im Ort Hagen gegeben. Die Eltern suchen nun wohnungsnah einen Betreuungsplatz.

„Wenn man hier auf die Ansiedlung junger Familien hofft und baut, dann muss auch die Infrastruktur geschaffen werden. Tägliche 20-minütige Fahrten zu einer Betreuungsmöglichkeit von Kleinkindern gehören sicherlich nicht dazu“, kam von Muschter mit der Ergänzung, dass sie einen Erweiterungsbau für sinnvoll halte, zumal seitens des Betreibers auch hortähnliche Nutzungen mit angedacht worden seien.

Brechbühler regte ergänzend an, die Beratung noch einmal zu verschieben, da der Ortsrat Hagen zu diesem Punkt noch nicht gehört worden sei. Zudem bat er darum, die Belegungszahlen insgesamt zu überprüfen. Dieser Vorstoß zielte wohl auch darauf ab, dass prognostizierte Geburtenzahlen und somit Bedarfe nicht unbedingt die reale Zukunft abbilden. Aus dem Ausschuss wurde dies mit einer Geburtenzahl von 13 auf dem Hagen bestätigt, was zu einem fröhlichen Gemurmel führte. So stimmte der Ausschuss dem Vorschlag der Vorsitzenden Brigitte Nagel (CDU) zu, den Beratungspunkt in die Fraktionen zu schieben.

Bedarfszweifel an den bislang vorliegenden Zahlen wie auch an den prognostizierten Baukosten in Höhe von 260 000 Euro für eine Überdachung des Wintergartens regten sich zudem in der Beratung zu dem Antrag von SPD/WiR zur Kita in Löwensen. Laut Beschlussvorlage der Verwaltung sei eine separate Betrachtung einer Baumaßnahme für die Kita auch deshalb nicht sinnvoll, da im Zusammenhang mit der gesetzlich beschlossenen Ganztagsbetreuung sich wahrscheinlich auch Baumaßnahmen an dem Schulgebäude ergeben würden. Hier sei eine gemeinsame und abgestimmte Planung angemessen.

Da auch Eltern eine Ausdehnung der Betreuungszeiten wünschen, böte sich eine erneute Bedarfserhebung an, die 2022 durchgeführt werden soll. Brechbühlers Vorschlag, sich vor Ort ein Bild von der Kita Löwensen zu machen und die von Klemme angesprochene Bedarfsermittlung führten auch bei diesem Tagesordnungspunkt zum gemeinsamen Beschluss, eine Entscheidung über den Antrag zu verschieben.



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