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Angebot in Bad Pyrmont stimmt, aber dafür sollen Eltern künftig auch mehr bezahlen

Kindergartenbetreuung hat ihren Preis

Bad Pyrmont. Die Stadtverwaltung Bad Pyrmont hat der Politik ein neues Gebührensystem für die Kindertagesstätten vorgeschlagen, das auf einen einheitlichen Stundensatz von 20 Euro für die Betreuung in der Regel- und der Krippenbetreuung ausgeht. Demnach würde ein fünfstündiger Vormittagsplatz, den die allermeisten Eltern in Anspruch nehmen, künftig 100 Euro statt 80 Euro monatlich kosten. Die Politik bat sich Bedenkzeit aus, zumal die Neuregelung erst zum 1. August 2014 in Kraft treten soll.

veröffentlicht am 28.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:41 Uhr

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Die Stadt hat in der Vergangenheit gewaltige Anstrengungen unternommen, Regelplätze und Krippenplätze zu schaffen, um den Rechtsanspruch zu decken. Alle Krippenplätze sind laut Verwaltung belegt, nur bei den Tagesmüttern gibt es noch 15 freie Plätze. Klagen von Eltern, die ihren Rechtsanspruch einfordern wollen, seien bislang nicht bekannt.

Hochachtung auf der einen Seite für diese Leistung bekundeten dafür fraktionsübergreifend die Mitglieder des Jugendausschusses, aber auch Verständnis dafür, dass die Stadt die Kosten im Auge behalten müsse. Das Angebot hat seinen Preis, denn Krippenplätze sind teurer als Regelplätze. In diesem und im nächsten Jahr muss die Stadt jeweils eine um 200 000 Euro höhere Defizitdeckung an die Kindergartenträger überweisen. 2014 werden dies laut Kämmerei 2,2 Millionen Euro sein. Durch die Anhebung des Betreuungsbeitrages sollen jährlich etwa 75 000 Euro mehr eingenommen und das Defizit entsprechend reduziert werden.

„Wir haben uns bei der Änderung am Gefüge des Landkreises orientiert“, berichtete Dezernent Eberhard Weber dem Ausschuss, und Fachbereichsleiter Sebastian Hagedorn wies darauf hin, das trotz einer Erhöhung die neuen Sätze im Vergleich mit anderen Gemeinden im Landkreis zu den günstigsten gehören würden. In Bad Münder zum Beispiel werde ein Stundensatz von 26 Euro berechnet.

Ursprünglich hatte die Verwaltung eine Anhebung der Kita-Gebühren um 40 Euro vorgeschlagen. Danach hätte ein Vormittagsplatz 120 Euro gekostet. Doch zum einem, so habe sich herausgestellt, so Hagedorn, seien einige Gebühren nicht aufeinander abgestimmt gewesen, zum anderen hätten sich Unstimmigkeiten ergeben.

Dafür, dass die Politik noch Beratungsbedarf habe, zeigte Weber, der auch Kämmerer ist, zwar Verständnis. Aber er wies auch darauf hin, dass der Landkreis als Aufsichtsbehörde von Bad Pyrmont eine Auseinandersetzung mit den Kita-Gebühren erwarte und er über den Stand der Dinge berichten müsse.uk



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