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Für Lügde gibt‘s zwei Gruppen

Kinderfeuerwehr am Start

LÜGDE. Noch Anfang 2017 hielt Stadtbrandinspektor Wolfgang Kornegger eine Kinderfeuerwehr in Lügde nicht für notwendig, weil das Interesse der Lügder an der Jugendfeuerwehr immer noch groß sei, um den Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr zu sichern.Genau diese Kinderfeuerwehr wird am 1. September an den Start gehen.

veröffentlicht am 27.06.2017 um 13:32 Uhr
aktualisiert am 27.06.2017 um 15:20 Uhr

Stadtbrandinspektor Wolfgang Kornegger mit Kathrin Paskarbeit, die das Konzept der Kinderfeuerwehr vorgestellt hat. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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„Wir haben ein großartiges Betreuerteam für die Kleinen gewinnen können, sodass wir den höchsten pädagogischen Standard bieten können“, freute sich der Stadtbrandmeister. Und so sei die Kinderfeuerwehr auch langfristig ein ausgezeichnetes Modell, um Interesse für die Freiwillige Feuerwehr zu wecken.

Zu dem Team gehört auch Kathrin Paskarbeit, die das Konzept der Jugendfeuerwehr in groben Zügen dem Ausschuss für Jugend, Freizeit, Sport und Soziales vorstellte. „Das hört sich nicht gut an“, befand der Ausschussvorsitzende Klaus Meier, „das hört sich sehr gut an“. Denn zwei Erzieherinnen, eine Lehrerin und eine Sozialarbeiterin haben sich bereit erklärt, die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren ganz spielerisch an das Feuerwehrwesen heranzuführen. „Wir haben jetzt schon 18 Voranmeldungen für die insgesamt 30 Plätze, die wir anbieten können“, berichtete Kathrin Paskarbeit.

Es werden zwei Gruppen gebildet, mit denen man zusammen malen und basteln werde. „Natürlich werden sie damit auch an das Feuerwehrwesen herangeführt, es sollen aber keine Inhalte vorweggenommen werden, die in der Jugendfeuerwehr thematisiert werden“, erklärte sie und wusste, wie die Kinder darauf brennen, ein Feuerwehrauto zu erkunden oder selbst einen Schlauch zu halten. „Das werden wir natürlich alles mit ihnen machen. Aber ganz wichtig ist auch die Kinder zusammenzuschweißen und ihnen ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu vermitteln.“

Die Ausschussmitglieder waren alle dafür, der Feuerwehr einen Zuschuss von 500 Euro zu gewähren, mit dem sie dann Material und Leuchtwesten anschaffen können. „Und auch T-Shirts mit Logo, die sie mit ganz viel Stolz tragen werden“, wie Kathrin Paskarbeit und Wolfgang Kornegger bereits wissen, da sie sich in anderen Feuerwehren bereits über die Kinderarbeit informiert hatten.

Lob und Zustimmung kam von allen Fraktionen, die das Projekt auch Vorbildcharakter für andere Vereine attestieren. „Ich denke, sie haben den Nerv getroffen“, befand Torsten Klinge (CDU), der sich freute, dass die Feuerwehr hier Kinder in einem Alter anspreche, in der die Weichen noch einfach hin zu Aktivität und gemeinsamen Unternehmungen gestellt werden können und weg von Fernseher und Spielecomputer. Und deshalb unterstützt der Ausschuss auch die Fahrt der Jugendfeuerwehr zum diesjährigen Kreiszeltlager in Augustdorf mit 500 Euro.

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