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Beratende Hilfe bei Anträgen zur Dorfentwicklung der Bergdörfer steht bereit

Keiner wird allein gelassen

GROSSENBERG. Das war überhaupt der wichtigste Beitrag an diesem Abend im Dorfgemeinschaftshaus in Großenberg, in dem sich rund 30 Interessierte eingefunden hatten, um sich über den weiteren Weg in Sachen Dorfentwicklung informieren zu lassen: „Sie können sich jederzeit an Herrn Koesling als Projektleiter oder an Herrn Herten vom genehmigenden Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser (ArL) wenden, wenn Sie beabsichtigen, ein privates Projekt im Rahmen des Dorfentwicklungsplanes zu realisieren“, so der mehrfach und eindringlich wiederholte Hinweis.

veröffentlicht am 06.03.2018 um 17:44 Uhr

Sie machten Mut für die weiteren praktischen Schritte zur Dorfentwicklung: Hans-Georg Koesling, Klaus Blome, Thomas Goretzki, Kai Herten und Dirk Wöltje (v. li.). foto: ti
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Autor

Klaus Titze Reporter
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Diese Aussage zielte vor allem auf diejenigen Anwesenden, die sich als private Zuwendungsempfänger mit dem Gedanken beschäftigen, den seit längerem planerischen Aufwand im Rahmen eines Dorfentwicklungsprogramms nun durch konkrete eigene Vorhaben nutzen und somit Fördergelder abgreifen zu können. Immerhin klingt es schon verlockend, wenn für private Antragsteller bis zu 25 Prozent an Zuschüssen in die Planung einfließen können. Unter bestimmten Voraussetzungen könnten dies sogar bis zu 35 Prozent werden, wie ein Informationsblatt hergibt. Vorhaben gemeinnütziger Vereine könnten sogar bis zu 73 Prozent gefördert werden.

Doch was ist denn überhaupt förderfähig und wie gestaltet sich der Weg, um an die Fördersumme zu kommen? So oder ähnlich hingen die aus dem Publikum gestellten Fragen im Raum. Wesentlicher Knackpunkt ist dabei, dass vorrangig Maßnahmen an Gebäuden gefördert werden, die vor 1945 gebaut worden sind. „Das hat etwas mit dem Erhalt des dörflichen Gestaltungsbildes zu tun, was ja dem Förderzweck mit zugrunde liegt“, so Kai Herten vom ArL. Dabei könne es beispielsweise um eine Umnutzung landwirtschaftlich genutzter Gebäude gehen, Gestaltung von Hof-, Garten- oder Grünflächen, wenn sie zu einem ortsbildprägenden oder landschaftstypischen Erscheinungsbild zugeschrieben werden können.

Doch auch jüngere Gebäude müssen nicht unbedingt aus der Förderung herausfallen, wenn sie beispielsweise zur Belebung touristischer Zwecke dienen oder von Kleinstunternehmen für die Grundversorgung der in den Dörfern lebenden Bevölkerung geplant sind. Hier können vom Erwerb bebauter Grundstücke, Innenausbau oder auch Erwerb von Anlagen oder Maschinen Investitionen durchaus förderfähig sein, sofern diese der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung dienen soll.

Der Erhalt der Glockentürme, wie der in Baarsen, kann ebenfalls gefördert werden. Foto: ti
  • Der Erhalt der Glockentürme, wie der in Baarsen, kann ebenfalls gefördert werden. Foto: ti

„Ganz gleich, ob Sie nun als Privatperson an ihrem Haus gestalterisch etwas verändern oder erneuern wollen, Fassade oder Dach, oder vorhaben, etwas auf dem Grundstück umzugestalten, Sie bislang ungenutzte oder leerstehende Bausubstanz revitalisieren wollen, nutzen Sie in jedem Fall ein Gespräch vor Ort mit dem Projektleiter Hans-Georg Koesling. Bereits so lässt sich klären, ob Ihr Projekt in die Förderung fallen kann und wie die Antragstellung aussehen sollte“, wiederholt Herten eindringlich.

Information

Kriterien der Förderung

Private Zuwendungsempfänger erhalten höchstens 50 000 Euro pro Projekt,

Abweichungen sind je nach Fördertatbestand möglich.

Förderanträge sind bis spätestens 15. September eines Jahres einzureichen.

Antragsvordrucke auch online unter www.arl-lw.niedersachsen.de/dorfentwicklung

Ansprechpartner Umsetzungsbegleitung: Hans-Georg Koesling, Planungsbüro forum k, Postfach 1404, 31564 Nienburg/Weser, 05021/ 9216052, forumk@posteo.de

oder

Kai Herten, Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, Bahnhofsplatz 2–4, 31134 Hildesheim, 05121/ 9129-839, kai.herten@arl-lw.niedersachsen.de

Doch auch er selbst bietet an, Ansprechpartner bei der Antragstellung zu sein, denn üblicherweise seien Förderanträge nicht immer leicht verständlich gestaltet. Einen wichtigen Punkt hebt er denn doch noch hervor. „Förderanträge für dieses Jahr müssen bis spätestens 15. September bei mir auf dem Schreibtisch liegen!“ Das setzt voraus, dass die für eine Bearbeitung notwendigen Vorgaben abgearbeitet seien. Hierzu gehört eben auch eine Stellungnahme des Projektleiters Koesling wie auch der Stadtverwaltung Bad Pyrmont. Man müsse sich also schon bald an die Antragstellung machen, wenn man alsbalb einen Zuschuss für sein Projekt verbuchen wolle.

Insgesamt laufe das Förderprogramm bis 2026. In dieser Zeit gäbe es die Möglichkeit, sich sowohl mit einem privaten Projekt oder auch mit öffentlichen Investitionen, wie zum Beispiel Umgestaltung einer Bushaltestelle, Gestaltung eines Teichumfeldes, Erneuerung eines Glockenturms oder ähnliches, Zuschüsse aus dem Programm zu sichern. Begleitende und helfende Ansprechpartner bei der Umsetzung seien neben dem Projektleiter und der Genehmigungsbehörde auch Thomas Goretzki von der Stadtverwaltung, wie auch die jeweiligen Ortsvorsteher, die von Anfang an in die Planungsphase zur Dorfentwicklung eingebunden gewesen sind.

Wer sich darüber hinaus über Fördervoraussetzungen, förderfähige Maßnahmen und Fristen informieren möchte, könne hierzu auch die Homepage der Stadt Bad Pyrmont unter www.stadt-pyrmont.de nutzen, auf der sich ein Link zum Dorfentwicklungsprogramm Bergdörfer befinde.



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