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420 Kilometer für guten Zweck

„Keiner von uns ist jemals eine so lange Distanz gefahren“

BAD PYRMONT. Per Rennrad wollen fünf Mitglieder des Rotary Clubs Bad Pyrmont und drei ihrer Sportfreunde 420 Kilometer nach Bad Freienwalde radeln und damit Geld für einen guten Zweck sammeln. Sie möchten in Not geratenen Senioren helfen.

veröffentlicht am 30.06.2017 um 13:32 Uhr
aktualisiert am 30.06.2017 um 17:59 Uhr

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Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Carsten Alnor, Dieter Boldt, Klaus-Henning Demuth, Ludwig Güse, Karsten Schaper, Werner Meinberg, Theodor Thiele und Hans-Georg Silber haben ein gemeinsames Ziel, und das ist das gut 420 Kilometer entfernte Bad Freienwalde in Brandenburg, Partnerstadt von Bad Pyrmont. Los geht’s am 13. Juli. Drei Tage nehmen sie sich Zeit, das Moorheilbad im Märkischen Oderland zu erreichen, müssen also täglich 140 Kilometer mit dem Rennrad fahren. „Das ist ganz schön viel“, sagt der Organisator und Past President des Rotary Clubs, Klaus-Henning Demuth. „Keiner von uns ist jemals so eine lange Distanz jemals gefahren.“ 50 bis 60 Kilometer lang seien üblicherweise die Touren, die die Freizeitfahrer mit ihren Rennrädern absolvieren.

Da war es natürlich wichtig, sich auf die Tour nach Bad Freienwald vorzubereiten. Demuth zum Beispiel hat in diesem Jahr bereits 750 Kilometer auf dem Tacho. Nicht die Kraft dürfte entscheidend sein für die überwiegend flache Strecke, sondern ausreichend erprobtes Sitzfleisch, so Demuth. „Wir werden für alle Fälle Wundsalbe mitnehmen.“ Begleitet wird die Gruppe im VW-Bus mit Radanhänger für die Rückfahrt vom Rotarier Hans-Werner Eggert und seiner Frau Monika.

Doch die acht Radler nehmen die Strapaze schließlich freiwillig auf sich und das gerne, schließlich geht es um einen guten Zweck. Demuth und seine Mitstreiter hoffen, dass sie in den kommenden Tagen viele Sponsoren finden, die bereit sind, die Benefiz-Aktion „Biking for Help“ mit einem kleinen Obolus pro gefahrenen Kilometer zu unterstützen. Fünf Euro (gern auch mehr) wollen die acht Radler pro gefahrenen Kilometer so insgesamt „einnehmen“. Dabei werden auch Spendenbescheinigungen ausgestellt. Das Geld soll Senioren, die unverschuldet in Not geraten sind, zugutekommen. „Und von denen gibt leider viel zu viele“, weiß der frühere Pyrmonter Bürgermeister.

Es sind Schicksale wie dieses, das die Rotarier anrühren. Horst S. (Name geändert) ist 71 und leidet an Parkinson. Sechs Kinder haben er und seine acht Jahre jüngere Frau großgezogen. Die Familie war schon immer arm. Dabei hat Horst S. sein Leben lang geschuftet. Nach Angaben der Pyrmonter Geschwister-Völkers-Stiftung, mit der der Rotary Club bei dieser Aktion eng zusammenarbeitet, hat sich auch schlecht bezahlte Jobs angenommen. Obwohl auch seine Frau Arbeit hatte, reichte das Einkommen nicht aus. Es musste vom Sozialamt aufgestockt werden. Horst S. kann die Wohnung inzwischen nicht mehr aus eigener Kraft verlassen. Er benötigt einen neuen Sessel und er wünscht sich ein Fernsehgerät, um etwas Ablenkung zu haben. „Menschen wie Horst S. wollen wir zu Weihnachten eine Freude machen“, sagt Rotary Präsident Dieter Boldt.

Spenden können überwiesen werden an RC Bad Pyrmont Gemeindienst bei der Volksbank Bad Pyrmont, IBAN DE54 2546 2160 0253 6919 00 oder der Stadtsparkasse Bad Pyrmont, IBAN DE51 2545 1345 0000 4034 44.

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