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Mittel zur gemeinsamen Weiterentwicklung mit Städten und Gemeinden eingesetzt

Keine Millionen für Schulsozialarbeit übrig

Detmold. In zahlreichen lippischen Kommunen ist die Schulsozialarbeit seit Jahren fester Bestandteil in den Schulen und bietet ein verlässliches Angebot für die Schüler. Durch die befristete Förderung des Bundes im Rahmen der Bildung und Teilhabe (BuT) konnte das Angebot an insgesamt 34 Schulen in den Jahren 2012 und 2013 ergänzt werden. „Auch wenn die Förderung Ende 2013 ausgelaufen ist, sind wir mit unseren Städten und Gemeinden auf einem guten Weg zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in Lippe“, unterstreicht Landrat Friedel Heuwinkel.

veröffentlicht am 02.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 10:41 Uhr

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Die Behauptung des SPD-Landtagsabgeordneten Dennis Maelzer, der Kreis verfüge noch über Millionen Euro für die Schulsozialarbeit, weist er zurück: „Bis Ende 2015 haben wir alle Mittel für die Schulsozialarbeit und BuT verausgabt“, so Heuwinkel.

„Am Jahresende 2013 standen dem Kreis für beide Bereiche noch rund 3,7 Millionen Euro zur Verfügung. Ende dieses Jahres werden es etwa 1,5 Millionen Euro sein, danach zahlen wir drauf“, erklärt Kreiskämmerer Frank Schäfer. Diese Zahlen würden sich durch die Tatsache erklären, dass der Kreis die Landes- und Bundesmittel bis Ende 2015 verplant habe. „Das haben wir auch so im Arbeitskreis der Städte und Gemeinden zur Kreisumlage kommuniziert und besprochen.“ Die vom Landesministerium bereitgestellten Zahlen von noch vorhandenen 4,5 Millionen Euro berücksichtigten diesen Umstand nicht und beinhalteten zudem nicht die aufgewendeten Mittel des Eigenbetriebs Schulen. „Hier waren von 2011 bis 2013 neben den im gesamten Kreisgebiet tätigen 16,5 Stellen weitere sechs Stellen an den Schulen des Kreises angesiedelt“, so der Kreiskämmerer.

Für die Jahre 2014 und folgende ist neben den Aufwendungen für Personal an den kreiseigenen Schulen ein Fördertopf von 120 000 Euro im Haushalt eingestellt, aus dem neu geschaffene Schulsozialarbeiterstellen bei den kreisangehörigen Städten und Gemeinden gefördert werden sollen. „Das Geld, über das wir noch verfügen, werden wir demnach selbstverständlich dort einsetzen, wo es benötigt wird“, unterstreicht Schäfer. Ein äußeres Zeichen für die intensiven Bemühungen des Kreises, Schüler auch weiter angemessen zu unterstützen, ist sowohl die Einrichtung von 5,5 neuen Stellen für Schulsozialarbeit zum 1. Januar 2014 in Verantwortung des Stabsbereiches Bildung des Kreises als auch die Gründung des „Qualitätsnetzwerks soziale Arbeit im Übergang Schule–Beruf“. „Erst in der vergangenen Woche haben bei der Vorstellung des Netzwerkes die anwesenden Kommunen, darunter auch die Stadt Detmold, signalisiert, dass sie sich durchaus in dem Netzwerk wiederfinden könnten und unsere Bestrebungen befürworten“, berichtet der Landrat. Allerdings gibt er zu bedenken: Abzuwarten sei, ob der Bund Mittel aus der BuT-Förderung 2012 in Höhe von 1,14 Millionen Euro zurückfordere. Dies wäre eine zusätzliche Belastung für den Kreishaushalt. „Sollte der Bund künftig wieder Mittel für BuT zur Verfügung stellen, werden wir diese natürlich auch entsprechend nutzen“, sagt Frank Schäfer. „Gerne können wir mit Herrn Maelzer unsere unterschiedlichen Ansichten auch in einem gemeinsamen Gespräch austauschen und offene Fragen klären“, bietet Landrat Friedel Heuwinkel an.



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