weather-image
×

Verwaltung präzisiert für VA-Politiker die Gründe

Keine Kapazität fürs Pyrmonter Feuerwehrhaus: Ausschreibung bisher gescheitert

BAD PYRMONT. Wer jetzt ein großes Bauprojekt umsetzen will, hat es schwer. Die Branche ist ausgelastet bis an die Leistungsgrenze. Das hat auch Folgen für ein wichtiges Vorhaben in Bad Pyrmont.

veröffentlicht am 01.10.2021 um 07:00 Uhr

Juliane Lehmann

Autor

Reporterin (Pyrmonter Nachrichten) zur Autorenseite

Der europaweite Teilnahmewettbewerb, mit dem die Stadt einen Totalunternehmer suchte, der auf dem Gondelteich-Parkplatz das neue Feuerwehrhaus bauen sollte, verlief bekanntlich ergebnislos. „Es hat fristgerecht kein Unternehmen Teilnahmeunterlagen eingereicht“, erfuhren die Politiker kürzlich im nichtöffentlich tagenden städtischen Verwaltungsausschuss (VA). Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome hatte zuvor auf Anfrage dieser Zeitung nur erklärt, es habe nicht genügend Bewerber gegeben (wir berichteten). Da man mindestens drei Bieter erwartet hatte, ließ sich aus seiner Aussage nur schließen, dass sich weniger als drei Firmen fanden, die das Gebäude planen, bauen und ausstatten wollten.

Doch warum fand sich kein Biet-Interessent? Lag es am Inhalt der Ausschreibung? An den Konditionen? Das sollte die von der Stadt beauftragte Beratungsfirma Sikma analysieren, die der Stadt das Totalunternehmer-Verfahren empfohlen hatte, das die Politik daraufhin beschloss.

Der Mitteilung an den VA zufolge beauftragte die Stadt die Sikma umgehend mit der Ursachenforschung. Deren Ergebnis überrascht kaum: Genannt wurden „erhebliche Kapazitätsengpässe“ und dazu die allenthalben beklagte Materialknappheit.

Abgesehen davon wird die Bauwirtschaft auch in den nächsten Jahren boomen. Allein durch die Hochwasser-Folgen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind die Auftragsbücher sicher auch mittelfristig randvoll. Laut Sikma würde es übrigens keinen Unterschied machen, ob das Feuerwehr-Bauprojekt an einen Totalunternehmer ginge oder nicht.

Die Standortfrage dürfte in dem Zusammenhang keine Hauptrolle spielen. Mit der wird sich ohnehin erst einmal der künftige Rat beschäftigen müssen, der im November seine Arbeit aufnimmt.

Mittelfristig kommt nun ein weiteres Problem dazu: Die Kommune braucht einen neuen Stadtplaner. Der Fachmann in der Verwaltung hat gekündigt. Er wird 2022 nicht mehr zur Verfügung stehen.

Öffentlich beraten wurde der aktuelle Stand der Ausschreibung noch nicht. Das dürfte am Dienstag, 5. Oktober, geschehen, in der öffentlichen Bauausschuss-Sitzung. Beginn: 18 Uhr im Ratssaal.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige

Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

Immobilien mieten

Immobilien kaufen