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Keine Chance gegen Funkmast vor der Lügder Altstadt

Lügde (jl). Wer künftig aus Richtung Emmer auf die Stadt guckt, wird einen weniger idyllischen Anblick haben als bisher. Denn „Straßen.NRW“ will in der Nähe des Emmertunnel-Betriebsgebäudes einen 16 Meter hohen Funkmast errichten lassen. Und Lügdes Politiker verhindern das nicht.

veröffentlicht am 08.10.2009 um 20:53 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 12:41 Uhr

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 Im Bauausschuss rangen sie sich jetzt dazu durch, den Mast-Standort zu akzeptieren. Sie segneten das Vorhaben bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung mehrheitlich ab. Dies allerdings nicht etwa, weil ihnen die historische Lügder Altstadt-Silhouette egal wäre. Sondern: des Geldes wegen. Eine Verlegung des Masts um 150 Meter stromabwärts würde nämlich laut Straßen.NRW 150 000 Euro zusätzlich kosten. Und die müsste die Stadt berappen. Denn das Land ist nicht bereit, diese Mehrkosten zu tragen.
 Dass der Mast hermuss, ist laut Bauamtsleiter Günter Loges unstrittig, weil nur er eine unterbrechungsfreie Funkstrecke für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Tunnel gewährleiste.
 Weil das Stadtbild aus Loges' Sicht geschont werden sollte, hatte er beim Land eine Verlegung beantragt. Erfolglos. Und auch seine Hoffnung auf Rückendeckung durch die Denkmalpflege hat sich zerschlagen. Denn deren Stellungnahme half nicht weiter. Denn die Behörde stuft die Beeinträchtigung des Blicks auf die Altstadt als „nicht erheblich“ im Sinne des Denkmalschutzgesetzes ein. 

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