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„Von Bach bis Blues“: Musikschuldozenten nehmen sich der E- genauso ernsthaft wie der U-Musik an

Keine Berührungsängste

Bad Pyrmont. Mit einem weltberühmten Komponisten begann es, mit einer hauseigenen Tonschöpfung klang es aus, und das Eine hörte sich in seiner Art so gut an wie das Andere. In der Tradition ihrer Konzerte „Von Bach bis Blues“ griffen die 18 Dozenten und Dozentinnen der Musikschule zum 13. Mal in die Saiten und Tasten ihrer Instrumente. Nicht zu Lehrzwecken, sondern zum eigenen Vergnügen. Und dem der Zuschauer, die im ausverkauften Kurtheater mit Beifall und Bravorufen ihre Begeisterung zeigten.

veröffentlicht am 25.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Das Programm kam den Persönlichkeiten und dem individuellen Können der Lehrkräfte entgegen. Das Erfrischende daran: Es gab keine Berührungsängste zwischen E- und U-Musik, zwischen Klassik und (guter) Unterhaltung, alle Stücke von Bach bis zum Blues wurden mit dem gleichen Engagement und Einfühlungsvermögen vorgetragen. Schulleiter Arndt Jubal Mehring, der auch als Moderator durch den Abend führte, spielte zum Auftakt („Ich fang dann mal an“) eine muntere Allemande für Soloflöte von Johann Sebastian Bach.

Es ging weiter mit der Tanzpädagogin Mariel Voorzaat, die mit klassischer Bellini-Arie und keckem Cole Porter-Song zeigte, dass auch ihre Stimmbänder gut geschmiert sind, mit der aus Brasilien stammenden Cellistin Monica Mühleise, die mit zwei musikalischen Miniaturen ihrer Landsfrau Chiquinha Gonzaga Melancholie und Lebensfreude ihres Volkes hinreißend zum Ausdruck brachte, und mit dem Saxofonisten Piotr Techmanski, der mit Henry Purcell und einer Habanera von Maurice Ravel den warmen Klang seines Instrumentes eindrucksvoll verströmte. Edelgard Vitzthum begleitete einfühlsam am Klavier.

Vierhändig und gleichberechtigt würdigten Olga Chirita und Lydia Wasmann am Piano die unvergessene Edith Piaf und intonierten mit rhythmischer Verve einen russischen Marsch. Arndt Jubal Mehring und die Pianistin Kateryna Troyitska, von der Staatsoper Hannover gerade erst in die Musikschule gewechselt, erinnerten mit einem Flötenkonzert an den in Bad Pyrmont geborenen Komponisten Ferdinand Büchner, und die bewährte Gruppe „Pyrmont Pops“ spielte Grand-Prix-Schlager von Ralph Siegel.

Nach der Pause ging der Spannungsbogen weiter, standen vor allem Ensembles im Mittelpunkt. Jüdische Tänze mit ihrer ganz eigenen Klezmer-Melodik (Katharina Rundfeldt, Violine, Angelika Kawalek, Akkordeon, Stefan Bienert und Jonas Proietto, Bass, Pjotr Techmanski, Klarinette) und die anmutige Choreografie „Oriental“ von Patricia Struffolino nach einer Komposition von Andreas Vogt brachten fremdländisches Flair auf die Bühne. Für ein komisches Element sorgte Trompeter Zbigniew Watarowski als Clown in „Oh mein Papa“ aus dem Musical „Feuerwerk“.

Wie gut die Schule mit ihrer Rhythmusgruppe aufgestellt ist, bewiesen Andreas Vogt und Henning Fahß an ihrem originellen Schlagwerk. An den Gitarren wirkten Ramona Friesen und vor allem der äußerst kreative Zine Tabet mit. Seine Komposition „Such a beautiful day“ durfte der Musikschüler Wanja Leo Guenther arrangieren, der außerdem gemeinsam mit Marcel Zentrich unentbehrlich war als Requisiteur. Dass nach einem so schönen Tag nicht nur die Löwen gerne schlafen gingen, sondern auch die strapazierten Künstler, glaubte man ihnen gerne.

Zum Finale standen noch einmal alle Mitwirkenden auf der Bühne, unter anderem Arndt Jubal Mehring, Angelika Kawalek, Katharina Rundfeldt, Zbigniew Watarowski, Edelgard Vitzthum und Monica Mühleise (v. li.). Als Clown sorgte Zbigniew Watarowski für Spaß (unten).Hei (2)



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