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Vorschlag der Werbegemeinschaft

Karsten Stahlhut als Wirtschaftsförderer?

BAD PYRMONT. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Helmut Fahle, hält BPT-Chef Kasten Stahlhut als Wirtschaftsförderer für Bad Pyrmont geeignet. „Wir, als Werbegemeinschaft, begrüßen ausdrücklich die Idee, Herrn Stahlhut und der BPT diese Aufgaben zu übertragen.“ Dazu gehört auch der Kampf gegen Ladenleerstände.

veröffentlicht am 02.08.2018 um 12:43 Uhr
aktualisiert am 02.08.2018 um 14:30 Uhr

Ladenleerständen gehören in Bad Pyrmont zu den drängendsten Probleme. Auch das ist eine Aufgabe für den Wirtschaftsförderer. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Nach dem Aus für die erste hauptamtliche Wirtschaftsförderin, die ihre Probezeit nicht überstanden hat, ist es eine spannende Frage, wie es weitergeht und ob die vom Rat bislang genehmige halbe Stelle für diese Aufgabe ausreicht. Fahle sieht diesen ersten Anlauf kritisch. „Ich denke, dass die mögliche Aufgabenstellung sich nicht mit den Wünschen beziehungsweisen Anforderungen gedeckt hat“, schildert er seine Sicht. „Nachdem lange nichts oder nur wenig in Sachen Wirtschaftsförderung passiert ist, war wohl der Wunsch nach Aktion offensichtlich größer als der nach Bestandsaufnahme, Planung oder Vorbereitung.“ Dabei sei aber deutlich geworden, dass die Position mit einer halben Stelle zeitlich sehr knapp bemessen war.

Klar geworden sei aber auch, so Fahle, dass Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und auch Stadtentwicklung in Bad Pyrmont nicht nur dicht bei einander lägen, sondern auch große Schnittmengen hätten. Das spreche dafür, der Bad Pyrmont Tourismus GmbH (BPT) diese Aufgaben zu übertragen. „Die vorhandenen Ressourcen können genutzt werden und die BPT benötigt bekanntermaßen eine bessere finanzielle Ausstattung.“ Nachdem Kurdirektor Maik Fischer bereits gemeinsam mit Karsten Stahlhut an den Details zu einem möglichen gemeinsamen Infopoint der Touristinformation in der Wandelhalle arbeiten, wäre das auch ein positives Signal zur Stärkung der BPT aus Richtung des Gesellschafters Stadt. „Die Entscheidung dazu sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden“, so Fahle.

Die Entscheidung sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Helmut Fahle, Werbegemeinschaft

WiR-Chef Lars Diedrichs, treibende Kraft in Sachen Wirtschaftsförderung, kommentiert die Auffassung von Fahle zurückhaltend, auch unter Hinweis auf seine Forderung, zunächst Bürgermeister Klaus Blome einen Vorschlag zur Ausgestaltung der Wirtschaftsförderung machen zu lassen (PN vom Mittwoch). „Wir sollten uns im Wirtschaftsbeirat offen mit der Thematik der Wirtschaftsförderung grundsätzlich auseinandersetzen“, sagt er auf Anfrage und fordert ausdrücklich, sich dabei nicht von vornherein nur auf die jeweils eigene Lösung festzulegen. „Dass wir die Kompetenz der BPT einbinden wollen, haben wir schon von Anfang an festgelegt. Aber Wirtschaftsförderung ist nicht nur Tourismusförderung. Schön wäre auch die eine oder andere Neuansiedlung von Unternehmen.“ Diedrichs könnte sich vorstellen, Stellen der BPT und der Stadt zusammenzulegen, auch wenn er in dieser Richtung ein wenig vage bleibt. Wichtig ist ihm aber, dass der Bürgermeister dabei zu 100 Prozent weiter in der Verantwortung bleibt. „Wenn die Zusammenarbeit zwischen dem Bürgermeister und Herrn Stahlhut gewährleistet ist, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war, dann könnte ich auch damit gut leben. Am Ende zählen nur die Sache und der Weg, der zu einem Ergebnis führt.“

BPT-Chef Karsten Stahlhut hatte sich 2016 und dann noch einmal Anfang 2017 selbst als „kompetenten Partner“ ins Gespräch gebracht und sich weit aus dem Fenster gelehnt: „Ich bin überzeugt, dass wir innerhalb von zwei bis drei Jahren den Eindruck in der Innenstadt deutlich verbessern können“, sagte er damals.

Mein Standpunkt
Hans-Ulrich Kilian
Von Hans-Ulrich Kilian

Helmut Fahles Argumente sind nicht von der Hand zu weisen. Als von der IHK ausgebildeter City- und Quartiersmanager und studierter Stadtmarketingexperte und Kenner der Probleme Bad Pyrmonts hat Karsten Stahlhut das Zeug dazu, die Innenstadt zu beleben. Damit wäre schon sehr viel gewonnen. Die Frage ist nur, ob er sich auch um andere Themen kümmern kann. Er selber hat festgestellt, dass die BPT nicht der richtige Partner wäre, wenn es um Flächen und Ansiedlungen gehe. Trotzdem wäre es ein Versuch wert, zumal die Kontrolle bei Bürgermeister Blome als Vorsitzender des BPT-Aufsichtsrates bliebe.



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