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Das „TMT-Racing-Team“ gewinnt die Schlammschlacht beim 8. Hagener Mofarennen

Kampf um jeden Meter

Hagen. Es ist 14.55 Uhr. Der Starter hebt die Fahne hoch und die Fahrer des 8. Hagener Mofarennen drehen den Gasgriff ihrer Maschinen auf Höchstleistung. Brüllend und mit ohrenbetäubendem Lärm rasen sie dann an den gut 500 Zuschauern vorbei auf die 800 Meter lange Strecke, nachdem der Starter das Rennen freigegeben hat. Die matschigen Dreckbrocken fliegen, denn durch den Regen ist die Strecke aufgeweicht. Jetzt kommt es darauf an, wer die meisten Runden in den nächsten vier Stunden fährt, denn der ist der Sieger dieser Traditionsveranstaltung, die der Motorradclub Hagen alljährlich ausrichtet.

veröffentlicht am 01.07.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

von heiko gropp
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24 Racing-Teams aus der näheren Umgebung, aber auch aus Mönchengladbach und Iserlohn sind angetreten, um hier um den Hagener Meistertitel 2013 zu kämpfen. Das freut insbesondere den Präsidenten des Motorradclubs, Eckbert Hohmann. Seine besondere Anerkennung spricht er den „Dinos“ aus, einem Senioren-Racing-Team mit Fahrern deutlich über 50 Lebensjahren. Dieter Feist vom Hagen ist sogar 72 Jahre alt und will es den Jungen zeigen. „Bei den vergangenen vier Rennen haben wir es ihnen schon bewiesen und vielen Fahrern unsere Rückenansicht gezeigt,“ sagt Feist. „Bei den Verhältnissen heute allerdings ist das Wichtigste für uns das Durchkommen.“

Tobias Mirschel aus Vahlbruch sieht das ähnlich und hat vor dem Rennen nach der Qualifizierung noch schnell einen Ritzelwechsel an seiner Zündapp CS 25 vorgenommen. „Wenn das Moped jetzt hält, sollte ein Platz unter den ersten zehn drin sein. Doch es wird schwer. Da fahren manche hier auf der Strecke, da frage ich mich, wie machen die das?“ Derweil stärken sich die drei Fahrer des „Combicon-Racing-Team“ aus Blomberg mit Steaks vom Grill. „Ans Ziel kommen ist heute alles, aber unter den Top Ten,“ sagt Jürgen Wulfkuhle.

Eines ist im Vorfeld und vor dem Start des Rennens klar: Die Spitzenleistung der letzten Jahre mit über 200 Runden wird bei den diesjährigen Streckenverhältnissen nicht möglich sein. Vielmehr wird es darauf ankommen, die Balance auf den Mofas mit einem maximal zugelassenen 17er Vergaser zu behalten und dass die schnell verdreckte Maschine durchhält. Schmutzig wie ihrer Zweiräder sehen auch die Fahrer aus, und immer wieder müssen sie die Visiere ihrer Helme putzen. Es wird um jeden Meter gekämpft, und wer ein Mofa vor sich hat, dem fliegen die Brocken um die Ohren.

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  • Christina Brockmann aus Börry nimmt es mit Humor und bittet Ehemann Detlef (li.) und Schwager Holger, etwas Abstand zu halten.
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  • Dreckiger Job: Tobias Mirschel (li.) wechselt das Ritzel und Silvio Herms schaut zu.

Nach vier Stunden Renngeschehen steht dann fest: Sieger ist das TMT-Racing-Team“ aus Hagen mit 182 Runden vor dem „Combicon Racing“-Team mit 178 Runden und dem „Joker Club Racing Team“ aus Lügde mit 176 Runden. Das in den letzten drei Rennen unschlagbare „AS Racing“-Team schied durch einen Motorschaden aus, was es aber nicht daran hinderte, mit viel Spaß und Freude den Abschluss des Rennens und zur Musik einer Liveband zu feiern.



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