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BPT-Chef Stahlhut rechnet mit weiterem Hotel-Sterben / Roeder kündigt interne Gespräche an

„Kaiserhof“ schließt morgen seine Pforten

Bad Pyrmont. Das Hotel-Sterben in der Kurstadt geht weiter. Nach dem mit vier Sternen kategorisierten „Bergkurpark“ zu Beginn dieses Jahres schließt morgen der mehr als hundert Jahre alte „Kaiserhof“ an der Hauptallee seine Pforten. Rund 80 Betten der Drei-Sterne-Herberge stehen ab November in Bad Pyrmont nicht mehr zur Verfügung. „Es stimmt, wir machen Donnerstag zu. Ansonsten gebe ich keinen weiteren Kommentar dazu ab“, erklärte gestern Eigentümer Wolfgang Schene, der noch das „Stadthotel“ im nordrhein-westfälischen Lünen betreibt.

veröffentlicht am 29.10.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:41 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Doch es ist eine Schließung mit Ankündigung, denn Schene hatte bereits zu Beginn der Saison verlauten lassen, dass es die letzte für das Haus sein wird. Auch ist es in Bad Pyrmont kein Geheimnis, dass der 66 Jahre alte Hotelier seit längerem Verluste geschrieben und einen Käufer für die Immobilie im Herzen des Staatsbades gesucht hat. Vergeblich, denn für das sanierungsbedürftige Gebäude hat sich bis dato kein Interessent gefunden.

Rund 200 000 Euro werden für die Instandsetzung der Außenfassade benötigt, hatte Schene zu Beginn des Jahres bekanntgegeben. 60 000 Euro hatte er eigenen Aussagen zufolge bereits selbst in die Fassadenerneuerung gesteckt, doch konnten durch diese Investition die Schäden nicht zu seiner Zufriedenheit beseitigt werden.

Wenngleich der „Kaiserhof“ in den vergangenen Jahren keine allzu großen Übernachtungszahlen mehr habe vorweisen können und diesbezüglich weit unter seinen Möglichkeiten geblieben sei, stelle sich die Schließung für Bad Pyrmont problematisch dar, glaubt Karsten Stahlhut. „Es ist schlimm, wenn plötzlich 80 Betten vom Netz gehen, zumal das Hotel von innen nach wie vor einen hervorragenden Eindruck macht. Egal, ob es sich um die Zimmer, den Frühstücksraum oder den Festsaal handelt. Es ist die Fassade, die Probleme bereitet“, sagt der Geschäftsführer der Bad Pyrmont Tourismus GmbH (BPT).

Der „Kaiserhof“ habe für die Kurstadt auch eine andere Wertigkeit als das in die Insolvenz gegangene Hotel „Bergkurpark“. „Dessen Schließung hat für einen großen Ruck in Bad Pyrmont gesorgt, aber nach drei Wochen hat niemand mehr darüber gesprochen“, erinnert Stahlhut, dem der Gedanke an einen Leerstand eigenem Bekunden zufolge große Sorgen bereitet. „Weil der Kaiserhof wegen seiner zentralen Lage so etwas wie das Tor zur Stadt ist“, begründet der Tourismuschef. Er geht davon aus, dass in naher Zukunft weitere Pyrmonter Hotels schließen werden. Welche Herbergen das sein können, wollte Stahlhut gestern nicht sagen.

„Es hat sehr viele Begegnungen gegeben und wir haben intensive Gespräche geführt – auch mit möglichen Investoren. Schade, dass dies alles nichts gefruchtet hat“, bedauert auch Bürgermeisterin Elke Christina Roeder die Schließung des traditionsreichen Hauses. Die Rathauschefin kündigte an, dass das Thema nun vordringlich intern besprochen werden müsse. „Es gibt Ideen, die erörtert werden müssen. Grobe Ideen, aber es sollte keine Idee geben, die außer Acht gelassen wird, denn die Lage des Hauses ist für Bad Pyrmont sehr prägnant“, sagt die SPD-Politikerin.



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