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Selbstbewusst und angriffslustig

Kabarettist Henning Venske verabschiedet sich von der Bühne

BAD PYRMONT. Zum letzten Mal geht Henning Venske (79) auf Tour und gastiert am Freitag, 27. April, um 19.30 Uhr im Kurtheater Bad Pyrmont.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 18:56 Uhr

Der Kabarettist, Schauspieler und Regisseur Henning Venske geht auf Abschiedstour. Foto: Tobias Hase/dpa

In einem Programm „Summa Summarum“ analysiert der Schauspieler, Kabarettist, Moderator, Regisseur und Schriftsteller letztmalig auf der Bühne die aktuellen politischen Entwicklungen mit einem Scharfsinn, der manchen Amtsinhaber, Würdenträger und Kampagnenjournalist beschämen müsste.

Floskeln, Klischees und Phrasenmüll erledigt Deutschlands „meistgefeuerter Satiriker“ pointiert und witzig. Als Kabarettist der guten alten Schule begutachtet er alles, was sich öffentlich regt, kreucht und fleucht und straft es ab – gemein, aber nicht unhöflich. Selbstbewusst und angriffslustig auch nach 57 Bühnenjahren präsentiert sich dieser in vielen Satire-Kämpfen gestählte Wortakrobat. Verbale Entgleisungen spießt er mit einer solchen Kunstfertigkeit auf, dass der geschundene Geist auflacht, der Verstand triumphiert und das Herz vor Freude und Genugtuung hüpft.

Venske entstammt einer pommerschen Familie und wuchs nach der Flucht in Minden auf. Ein Studium der Theaterwissenschaft brach er zugunsten einer Schauspielerausbildung ab, Engagements führten ihn nach Berlin und Hamburg. Seit den 1970er Jahren arbeitete Venske als freiberuflicher Schauspieler, Regisseur und Autor beim Fernsehen und im Hörfunk. Diverse Auseinandersetzungen mit Sendeanstalten brachten ihm das Etikett des „meistgefeuerten deutschen Satirikers“ ein. 1980 übernahm er die Leitung des Satire-Magazins „Pardon“, auch für die Münchner „Lach- und Schießgesellschaft“ wirkte er als Autor und Regisseur.

In rund 20 Büchern kritisierte Venske Politik und Gesellschaft in Deutschland, meist auf satirische Art. Als Kabarettist ist Venske seit Jahren an der Hamburger Bühne Alma Hoppes Lustspielhaus zu Haus. Zusammen mit seinem Partner Jochen Busse erhielt er 2010 den Ehrenpreis zum Deutschen Kleinkunstpreis und 2012 den Ehrenpreis des Bayerischen Kabarettpreises. 2009 ehrte ihn die Stadt Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille für künstlerische Verdienste.

dpa/red



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