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Bosselturnier der Behinderten-Sportgemeinschaft zum 50. Mal

Jubiläum im Traditionsverein

BAD PYRMONT. Im 63. Jahr ihres Bestehens kann die Behinderten-Sportgemeinschaft Bad Pyrmont wiederum ein spannendes Jubiläum feiern. Denn zum schon 50. Mal richtet sie in der Sporthalle an der Südstraße ihr vielgeliebtes Bosselturnier aus, zu dem die heimischen Firmen, Vereine und Institutionen gerne ihre Mannschaften entsenden. 42 Adressen waren es, an welche die Vorsitzende Anneliese Becker Einladungen verschickte, doch nur 30 Teams werden an dem Event teilnehmen können.

veröffentlicht am 02.11.2017 um 20:59 Uhr

Eine Bossel-Mannschaft besteht aus jeweils drei Spielern. Seit 1967 wird in Bad Pyrmont der Reha-Sport Bosseln ausgeübt, und von Beginn an waren es 30 Mannschaften, die um den Sieg kämpften. Foto: yt
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Rudi Rudolph Reporter
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Aus jeweils drei Spielern besteht eine Bossel-Mannschaft, und viele von ihnen sind schon seit Jahren dabei. Auch die Helfer, die dafür sorgen, dass die Veranstaltung reibungslos abläuft, sind instruiert. „Wir benötigen zunächst einmal sechs Schiedsrichter“, erläutert Anneliese Becker, „die sind für die sechs Bahnen zuständig, auf denen gebosselt wird. Dazu zwei Kräfte für die Küche, denn im Anschluss gibt es im Sportheim ein Essen, und weiterhin brauchen wir dort drei Freiwillige zur Unterstützung für die Ausgabe der Pokale und der Preise sowie für den Ablauf der Siegerehrung.“

Dass sie daneben noch einige Überraschungen für das Jubiläumsturnier in der Hinterhand hält, verrät sie zwar, doch ist ihr über den Inhalt nicht mehr zu entlocken. Seit 1967 wird in Bad Pyrmont der Reha-Sport Bosseln ausgeübt, und von Beginn an waren es 30 Mannschaften, die um den Sieg kämpften. Eine größere Anzahl verbietet sich allein schon aus Platzgründen, denn sechs Bahnen mit einer rund zwölf Meter langen Wurfbahn und einem daran anschließenden Zielfeld benötigen nun einmal gehörigen Platz in einer Turnhalle. Mit hölzernen Bosseln, Schiebestöcken, die jenen beim Eisstockschießen ähneln, müssen die Spieler versuchen, möglichst nahe an das Ziel, die Daube, heranzukommen. Mit reichlich Schwung lassen sie die Spielgeräte über den Hallenboden gleiten, kicken manche gegnerische Bossel von der Daube weg und kennen dabei keine Gnade.

Da stimmt so mancher Vergleich mit dem Boule-Spiel, denn auch die Daube darf mit einem Wurf in ihrer Position verändert werden. Viel wird von der Tagesform abhängen, denn keine der gemeldeten Mannschaften hat in den Jahren ihrer Teilnehme ein Abonnement auf den Sieg. Wer in einem Jahr gewonnen hatte, konnte im nächsten durchaus auf dem letzten Platz landen. „Aber man glaubt gar nicht, wieviel Arbeit allein in den Vorbereitungen steckt, zudem ist die Auswertung auch nicht ohne, und die nachträgliche Feier im Sportheim muss man ebenfalls im Blick haben“, resümiert Anneliese Becker.

Die Vorsitzende der Behinderten-Sportgemeinschaft Bad Pyrmont, Anneliese Becker. Foto: rr
  • Die Vorsitzende der Behinderten-Sportgemeinschaft Bad Pyrmont, Anneliese Becker. Foto: rr

Doch der Spaß aller Beteiligten an diesem Turnier und das Drumherum mit Anfeuern, Lästern, Klönen und Feiern entschädigen für die aufgewandte Mühe. Aus Bad Pyrmont ist das Bosseln in seiner 50-jährigen Tradition ohnehin nicht wegzudenken. Dann kann die Vorsitzende nach erledigtem Pensum mit ihrem Ehemann Hans-Jürgen auf eine wohlverdiente Kreuzfahrt gehen und ein weiteres 50-jähriges Jubiläum begehen, nämlich die eigene Goldene Hochzeit.

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