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TÜV: „Bollbrücke“ eingeschränkt tragfähig

Jetzt schwächelt Pyrmonts nächste Brücke

BAD PYRMONT / LÜGDE. Landwirte in Bad Pyrmont und Lügde, die in den Emmerwiesen zu tun haben, müssen sich umstellen: Ihre dortigen Flächen dürfen sie mit schweren Fahrzeugen ab sofort nur noch über den Lügder Brunnenweg und das dortige Gewerbegebiet befahren. Laut Pyrmonter Stadtverwaltung gilt für die „Bollbrücke“ in der Verlängerung der Emmerstraße nun eine Beschränkung von 3,5 Tonnen.

veröffentlicht am 29.04.2019 um 21:35 Uhr

Fußgänger und Radfahrer dürfen die Emmerbrücke am Südost-Ende des Höpperbrückenwegs weiter nutzen. Für schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge führt der Weg in die Emmerwiesen nur noch über Lügde. Foto: yt
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Die ist die Konsequenz aus der jüngsten jährlichen Brückenprüfung durch den TÜV. Demnach weist die im Anschluss an den Höpperbrückenweg in Richtung Südosten rührende, offiziell namenlose Emmerquerung erhebliche Schäden auf. Ihre Oberfläche und der Beton müssen den Prüfern zufolge dringend saniert werden. „Nach Auffassung des TÜV ist die Tragfähigkeit des Brückenbauwerks dadurch eingeschränkt“, hieß es am Montag in einer schriftlichen Mitteilung aus dem Rathaus.

Was die Sanierung kosten könnte, ist noch nicht bekannt. Das ermittelt man im Pyrmonter Baudezernat gerade. Die Kosten sollen für die Haushaltsberatung 2020 angemeldet werden.

Mit der Bollbrücke schwächelt nun bereits die zweite gerade bei Erholungssuchende, Spaziergängern und Radfahrern beliebte Pyrmonter Emmerquerung. Die Brücke am Hauptmann-Boelke-Weg, zwischen Tierpark und Wohnmobilplatz, ist bekanntlich bereits gesperrt.

Wie Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome (parteilos) am Montag auf Anfrage erklärte, wurde der Antrag der Stadt auf einen EU-Zuschuss für den Neubau bei der letzten Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) des Fördergebietes Östliches Weserbergland zwar auf die Liste der LEADER-Projekte gesetzt, allerdings „im Ranking relativ weit hinten“. Wie schlecht die Chancen konkret stehen, wollte Blome nicht sagen. Entscheiden müsse über die Anträge letztlich das Amt für regionale Landesentwicklung in Hildesheim. Das Problem bei den LEADER-Projekten sieht er generell darin, dass man „ans Ende der finanziellen Mittel“ kommt. Das dürfte heißen: Die Fördermittel sind weitgehend ausgeschöpft.

Fußgängern und Radfahrerin kann das Tonnage-Limit für die Bollbrücke immerhin einstweilen egal sein. Für ihre Wege zwischen Bad Pyrmont und Lügde können sie nutzen wie bisher. Denn keiner und keine von ihnen bringt mehr als 3,5 Tonnen auf die Waage. Nicht einmal mit dem dicksten Hund an der Leine.

Gebaut wurde die Stahlbetonbrücke den Unterlagen zufolge übrigens einst für eine Belastung von sechs Tonnen.



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