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Ballettgala der Musikschule

Jeder Pas de deux war ein Hingucker

BAD PYRMONT. Mit einer beeindruckenden Ballettgala haben die Tänzer und Tänzerinnen der Musikschule Bad Pyrmont das Publikum im bis auf den letzten Platz ausverkauften Konzerthaus begeistert. Es war ein Erlebnis nicht nur für Eltern, Angehörige und Freunde der etwa 100 Mitwirkenden auf der Bühne.

veröffentlicht am 11.03.2018 um 16:03 Uhr

Mit enormer, synchron ausgeführter Sprungkraft beeindruckten die Tänzerinnen aus der Musikschule bei der vierten Ballettgala im Konzerthaus. Foto: yt
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Karin Heininger Reporterin
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Marius Petipa, der berühmte Ballettmeister, dessen Geburtstag sich gerade zum 200. Mal jährte, hätte sich wohl im Grabe umgedreht, wenn er die „Abenteuer im Räuberwald“ gesehen hätte. Wie bitte? Na klar, er hätte vor Freude getanzt, weil es in einer kleinen Stadt wie Bad Pyrmont so viele Ballettbegeisterte gibt.

Es war eine Vorstellung der Ballettabteilung und der Instrumentalensembles der Musikschule, auf der großen Bühne des Konzerthauses, die zu Recht ausverkauft war. Ein Erlebnis nicht nur für Eltern, Angehörige und Freunde, die etwa 100 Mitwirkende auf der Bühne und vor der Bühne im Orchester bewundern konnten, sondern auch für alle anderen, welche die Mühen, aber auch die vielen Freuden, die der Tanz schenkt, zu würdigen wissen. Und sogar für einige Gäste von der Ballettschule Hannover, die im Parkett saßen, immer auf der Suche nach jungen Talenten.

In dem vom Landestheater Detmold zur Verfügung gestellten Bühnenbild spielte das Märchen vom Räuberwald, mit Nachtgeistern, Waldtieren, Seerosen und Wichteln. Mittendrin zwei befeindete Clans und zwei junge Menschen, die sich mögen und diese Feindschaft überwinden. Ein bisschen wie Romeo und Julia, und doch ganz anders.

Fast wie Romeo und Julia: Jolina Wolf (re) und Liv-Marie Müller bei einem gelungenen Pas de deux. Foto: yt
  • Fast wie Romeo und Julia: Jolina Wolf (re) und Liv-Marie Müller bei einem gelungenen Pas de deux. Foto: yt
Auch die Kleinen aus der Ballett-Abteilung, hier beim Blumentanz, konnten zeigen, was sie gelernt haben. Foto: yt
  • Auch die Kleinen aus der Ballett-Abteilung, hier beim Blumentanz, konnten zeigen, was sie gelernt haben. Foto: yt

Eine Choreografie, die allen Mitgliedern der Ballettabteilung ihrem Können gemäße Rollen gab, den Anfängern, die als niedliche Waldbewohner voller Bewegungsfreude (und wahrscheinlich Lampenfieber) ihren ersten Auftritt absolvierten, ebenso wie den erwachsenen Schülerinnen, die als venezianische Gesellschaft, als Soldaten oder Nachtgeister durch ausdrucksvolle Tanzdarstellung beeindruckten.

Alle waren wichtig, aber unmöglich, alle Namen zu nennen. Doch einige müssen sein, weil sie Hauptrollen spielten. Besonders das junge Liebespaar. Jolina Wolf als Alix, die zeitweise sogar auf Spitze mit einer wunderbaren Leichtigkeit und dabei Präzision tanzt, den schwierigen Bewegungskodex des klassischen Balletts schon erstaunlich tadellos beherrscht und über viel Ausstrahlung und schauspielerisches Können verfügt. Ein Ausnahme-Talent mit Zukunft! Als ihr Partner Remi glänzte Liv-Marie Müller, auch mit viel Sprungkraft. Ausgezeichnet die Pirouetten der Beiden, und jeder Pas de deux ein Hingucker!

Ihre beiden Elternpaare wurden von Milina Hoffmann und Christine Mulrane sowie von Mailin Zentrich und Vivian Bräuer gekonnt getanzt. Auch die Gefolgsleute der beiden Clans, die Fische im See und die Schneeköniginnen: Allesamt Rollen, mit tänzerischer Sorgfalt und darstellerischem Ausdruck gestaltet.

Die einfallsreiche Inszenierung war eine Mammutaufgabe für Choreografin und Ballettpädagogin Patricia Struffolino, die gemeinsam mit Rina Striglioni auch die wunderschönen Kostüme entwarf. Als „dancing queen“ wurde sie am Ende von allen Mitwirkenden gefeiert. Großen Anteil am Erfolg hatten auch die beiden Orchester unter Leitung von Arndt Jubal Mehring und Stephan Gimenez. Und die Kleinen durften endlich mal auf ihren Streich-Instrumenten schrammen und kratzen, um geheimnisvolle Waldstimmung zu zaubern.

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