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Wie Umweltminister Wenzel die Trinkwasserqualität sichern will / Gast bei der IG Weser

Jeden Tag zwei Glas Wasser

Bad Pyrmont. Für Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) beginnt und endet jeder Tag mit einem Glas Wasser aus dem Wasserhahn. Das sei oft besser als Mineralwasser aus der Flasche, so der Politiker. Doch selbstverständlich sei die Qualität des Trinkwassers nicht. Sie bedürfe ständiger Aufmerksamkeit und kontinuierlicher Schutzmaßnahmen. „Wasser ist keine Handelsware, sondern ein wichtiges Lebensmittel“, begründet Wenzel das Engagement des Landtages, um Trinkwasser entgegen europäischen Bestrebungen in der Planungssicherheit kommunaler Betriebe zu belassen. Seine Zuhörer nahmen das zufrieden zur Kenntnis, schließlich repräsentieren sie die in der IG Weser zusammengeschlossenen Wasserwerke, die gestern in Bad Pyrmont tagten, um sich mit der Frage zu beschäftigen, wie sie ihr Trinkwasser für 220 000 Menschen schützen können.

veröffentlicht am 14.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:41 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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Die Belastungen unseres Wassers unterscheiden sich regional erheblich und variieren auch in den nachweisbaren Stoffen. Während in den zurückliegenden Jahren vorrangig auf Nitratvorkommen geschaut wurde, häufig verursacht durch Überdüngung im Umkreis von Massentierhaltungen, Monokulturen in der Nähe von Biogasanlagen oder auch durch das Verbringen von Nährstoffen zu einer Jahreszeit, in der diese nicht von Pflanzen aufgenommen werden können, spielen heutzutage zunehmend Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Arzneien eine Rolle.

„Den Nitratbelastungen wollen wir mit einem sogenannten qualifizierten Flächennachweis (QFN) begegnen, der von den Erzeugerbetrieben vorgehalten werden muss. Mit dieser Methode wollen wir dem Überschussproblem von Nährstoffen und einem schädlichen Ausbringen entgegenwirken“, erläutert Wenzel das zukünftige Kontroll- und Beratungsmanagement. Dabei will er weiterhin auf freiwillige Kooperation mit den Landwirten setzen.

Mit eben dieser Methode der Kooperation hat die IG Weser beste Erfahrungen sammeln können, wie Geschäftsführer Helmut Feldkötter bestätigte. Die von Wasserversorgern der Landkreise Schaumburg und Hameln-Pyrmont vor 20 Jahren gegründete Interessengemeinschaft könne gerade deshalb auf eine erfolgreiche Arbeit zurückblicken, da sich ihr eine große Anzahl kommunaler und landwirtschaftlicher Betriebe angeschlossen hätten. „Ihre Erfahrung und Kompetenz sichert eine gewichtige Stimme bei politischen Entscheidungsträgern“, so Feldkötter.

Bezüglich der anderen Stoffe komme es darauf an, so Dr. Roland Suchenwirth vom Landesgesundheitsamt, dass bereits frühzeitig eine Prüfung erfolge. „Der Boden hat ein langes Gedächtnis. Es kann 10 bis 20 Jahre dauern, bevor Antibiotika, röntgenologische Substanzen oder chemische Verbindungen aus Pflanzenschutzmitteln das Grundwasser erreichen. Wir müssen uns darum schon um das Rohwasser kümmern, dessen Beschaffenheit analysieren und eine Kontamination des Bodens oder Oberflächenwassers verhindern, zumindest jedoch minimieren“, forderte der Mediziner.



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