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Was Bad Pyrmonts Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher für 2015 auf der Agenda haben

Jahresanfang – Zeit der Wünsche

Bad Pyrmont. Satellitenähnlich befinden sich die Pyrmonter Ortsteile in der Nähe des Stadtkerns und sind sowohl politisch als auch haushaltsrechtlich von diesem „Machtzentrum“ abhängig. Dennoch bewahren sie sich ihr Eigenleben. Mit individuellen Entwicklungen, Vorstellungen, Forderungen und die Dorfgemeinschaft fördernden Eigenheiten.

veröffentlicht am 13.01.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

von Klaus Titze
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Insbesondere in den Bergdörfern lassen sich ungewollte Entwicklungen in den Sorgenfalten der Ortsvorsteher ablesen. Dabei geht es um die geplante Stromtrassenführung des Suedlinks, besonders Michael Thielke in Neersen, Paul von der Heide in Baarsen und Dirk Wöltje in Großenberg schlaflose Nächte bereitet. Denn durch ihre Orte soll die Trasse führen. Bei ihrem Protest werden die drei Ortsvorsteher jedoch von ihren Kollegen Wolfgang Mergel (Eichenborn) und Melanie Brankov-Stein (Kleinenberg) unterstützt. Gemeinsam erheben sie ihre Stimme, um die Strommasten zu verhindern. Ebenso steht auf ihrer Liste für 2015 der Wunsch, dass es zu keinen weiteren Windkraftanlagen auf der Hochebene mehr kommen möge. Auch erhoffen sie sich einen positiven Bescheid aus Hannover, dass ihr Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm zur Dorferneuerung von Erfolg gekrönt wird und sie dann mit den Bewohnern der Dörfer in konkrete Ideensammlungen einsteigen können. Darüber hinaus haben sämtliche Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher ihren eigenen, ortsindividuellen Wunschzettel.

Baarsen: Paul von der Heide (SPD) hegt einen ganz besonderen Wunsch für seinen Ort, der auch Auswirkungen auf die Nachbardörfer hat. „Mir liegt viel daran, in Baarsen den Standort der Grundschule zu erhalten, damit alle jungen Gemeindemitglieder der Bergdörfer die Möglichkeit haben, gemeinsam zu lernen und sich kennenzulernen. Das ist wichtig für den Zusammenhalt auf der Hochebene“, sagt er.

Eichenborn: Wolfgang Mergel (parteilos) hat den Blick auf das Dorfgemeinschaftshaus gerichtet. „Das Dach ist marode und muss ausgebessert werden. Dafür sind bereits 25 000 Euro in den Haushalt der Stadt eingestellt worden. Nun hoffen wir, dass die Arbeiten 2015 abgeschlossen werden können“, lautet sein Wunsch.

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Patzig-Bunzel

Großenberg: Dirk Wöltje (CDU) ist optimistisch, dass es doch noch zum Ausbau der Straße zwischen Großenberg und Lügde kommt. Ein entsprechender Antrag sei nochmals auf den Weg gebracht worden und die Verwaltung habe ihm Unterstützung zugesagt. Ansonsten will er sich vorrangig auf das Erarbeiten gemeinsamer Konzepte und Projekte konzentrieren, sobald der von allen Bergdörfern gestellte Antrag auf Förderung von Dorferneuerungsmaßnahmen befürwortet wird.

Hagen: Andreas Müllers Stellvertreter Frank Maus (SPD) meint, dass einige Weichen zugunsten der Hagener Dorfgemeinschaft gestellt werden müssten. „2015 werden die weiteren Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus ebenso eine Rolle spielen wie die Zukunft des Bürgergartens“, begründet er. „Wir haben ein lebendiges Dorfleben und es ist völlig in Ordnung, dass man sich auch mit unterschiedlichen Meinungen in die Dorfentwicklung einbringt.“ Ansonsten werde versucht, Bauland zu entwickeln, um weiteren Zuzug zu fördern. Ein Augenmerk gelte auch dem schlechten Straßenzustand in der Nähe der Kirche. Ein Teilstück müsse unbedingt saniert werden.

Kleinenberg: Melanie Brankov-Stein (CDU) wünscht sich, dass die Restarbeiten um den Dorfplatz herum beendet werden. „Dann wird es ein richtig schöner Mittelpunkt“, sagt sie. Darüber hinaus ist sie besonders froh über die Entwicklung des Kindergartens, der professionell und qualitativ hochwertig geführt werde. Sie möchte sich vor allem darauf konzentrieren, dass im Ort Erschaffenes und schön Gestaltetes erhalten bleibt – zur Festigung der guten Dorfgemeinschaft.

Löwensen: Für Sieglinde Patzig-Bunzel (SPD) spielt eine harmonische Dorfgemeinschaft ebenfalls eine große Rolle. Dabei spricht sie die ausgezeichnete Vereinsstruktur an, die es zu erhalten gelte. „Es müssen Möglichkeiten für einen kommunikativen Austausch vorhanden sein. Das ist für das soziale Miteinander notwendig. So werden auch Neuzugänge in die Gemeinschaft integriert,“ sagt sie. Besonders unter den Nägeln brenne ihr jedoch die bereits stark in Mitleidenschaft gezogene Straße Am Hessebusch. Sie war im Rahmen der Dorferneuerung komplett neu gestaltet worden und leidet unter dem verstärkten Verkehrsdurchfluss nach der Sperrung der Freienwalder Brücke.

Neersen: Michael Thielke (parteilos) plant die Gründung einer Interessengruppe mit dem Ziel, die Bewohner noch mehr für die dörfliche Gemeinschaft zu interessieren. „Dabei soll auch Ideen freien Lauf gelassen werden, wie wir die Zukunft unseres Dorfes gestalten können“, schwebt ihm vor. Mit gemeinsamen Projekten und Aktivitäten ließen sich Jung und Alt zusammenbringen.

Thal: Georg Falkenberg (SPD) hat noch nicht verdaut, dass es 2015 trotz hoher Verkehrsbelastung wieder nichts mit der Fahrbahnverschwenkung am Ortseingang aus Richtung Welsede werden wird, obwohl bereits 10 000 Euro für die Planung verbraucht worden seien und diese Maßnahme von den Thalern für die Verkehrssicherheit als unbedingt notwendig erachtet wird. Auch das Sportheim stehe ganz oben auf seinem Wunschzettel. „Es befindet sich in einem desolaten Zustand und ist schon über Jahre nicht mehr nutzbar. Es besteht akuter Handlungsbedarf. Wir in Thal wissen ein funktionierendes Gemeinwesen ebenso zu schätzen wie andere Orte im Pyrmonter Umkreis auch“, sagt er. Insofern habe er die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich auch für Thal in der Pyrmonter Politik noch Mittel und Wege finden lassen.



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