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Forum für junge und begabte Künstler

Interkonfessionelle Kinderkantorei startet mit Mammutprogramm

BAD PYRMONT. Ein mit vielen Kindern und Erwachsenen voll besetztes Quäkerhaus bildete am Sonntagnachmittag den würdigen Rahmen für ein ganz besonderes Start-up des „Pyrmonter Salons“. In der Benefizveranstaltung unter dem Titel „Jedes Kind ist ein Genie“ zugunsten einer interkonfessionellen Kinderkantorei stand die Popularisierung dieses Konzeptes und die Akquisition von Spenden an zweiter Stelle.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 18:54 Uhr

Schon perfekte Solisten: Sophie Sonnenschein (Klavier) und Raphael Sonnenschein (Violine). foto: ar
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Rudi Rudolph Reporter
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In erster Linie ging es darum, jungen und begabten Künstlerinnen und Künstlern ein Forum zu geben, das ihre teils herausragenden Talente in den Vordergrund rücke. Der Stadtkirchenkantor und Initiator des Konzeptes Kinderkantorei, Dirk Brödling, eröffnete die Veranstaltung mit dem Beatles-Titel „Yellow Submarine“, präzise, mehrstimmig und sicher von 32 Kindern vorgetragen, die sich zu rund einem Drittel aus Pyrmonter Kindern und zu zwei Dritteln aus Kindern der 6. SMS-Klasse des Städtischen Gymnasiums Steinheim rekrutierten.

Dort hat Brödling mit dem dreimaligen Gewinn der Goldmedaille beim Landeswettbewerb „Jugend singt“ Maßstäbe gesetzt, die auch in Bad Pyrmont erreicht werden sollen, was allerdings in den Erläuterungen etwas unterging. Schirmherr Prof. Dr. Wolf-Rainer Cario und Moderatorin Luisa Islam-Ali-Zade betonten den interkonfessionellen Anspruch des Projektes, der sich auch an der Teilnehme von leitenden Vertretern der evangelischen, der katholischen und der jüdischen Gemeinde ablesen ließ. Zudem war auch der moslemische Bevölkerungsanteil mit der aktiven Beteiligung an dem Event vertreten. Doch im Vordergrund sollten die Kinder stehen.

Dabei war jedem vortragenden Kind und jeder Gruppe ein hochkarätiger Laudator zugeordnet, der den Auftritt kommentierte und die besonderen Begabungen herausstellte. So brillierte Alina Denzel mit der Filmmusik „Amelie“ am Klavier und hatte als Erzählerin in dem Theaterstück „Magische Blütenblätter“ eine tragende und sogar zweisprachige Rolle. Sie wurde dem Publikum von der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Blomberg, Susanne Kleemann, vorgestellt.

Ein Multitalent an Violine, Klavier und Cello sowie souveräne zweisprachige Schauspielerin war Marie-Louise Maier, die Leonie Glahn-Ejikeme, Hausherrin im Quäkerhaus, präsentierte. Adelheid Ebbinghaus laudatierte die drei Azad-Schwestern und hob die Kraft der Musik hervor, die ohne Worte auskommen könne. Mit der Förderung der physischen und der emotionalen Komponente, der kulturellen und sozialen Komponente werde in dem Musikbad Pyrmont ein neues Kapitel aufgeschlagen und Musik-Geschichte geschrieben. Bereits jetzt wurde ein außerordentlich hohes Niveau erreicht.

Das demonstrierten beispielsweise die Auftritte von Raphael (Violine) und Sophie Sonnenschein (Klavier) sowie das „Kleine Präludium Nr. 4 in D-Dur“ von Johann Sebastian Bach, das Ole Kirchberg am Klavier vortrug, immerhin ein Dreizehnjähriger, der Opernsänger werden will. Hier trat der CDU-Kreisvorsitzende Michael Vietz als Laudator auf, auch Tanya Warnecke, Bürgermeisterin der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle, Astrid Jörg, die SPD-Fraktionsvorsitzende im Pyrmonter Rat, Heike Beckord, und Bürgermeister Klaus Blome füllten diese Rolle aus. Wie sich die interkonfessionelle Kinderkantorei entwickeln wird, hängt nunmehr von der zu schaffenden finanziellen Basis ab, jedoch in noch höherem Maße vom anhaltenden Engagement der Beteiligten und vor allem von Initiator und „Lokomotive“ Dirk Brödling.



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